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Sachsenmilch: Weiter Streit zwischen Kleinaktionären und Müller

Bei der Sachsenmilch AG dauert der Streit zwischen freien Aktionären und dem Hauptaktionär, der Molkerei Alois Müller, an.

dpa DRESEDEN. Der Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre, Harald Petersen, forderte am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Dresden die Auflösung von nach seiner Einschätzung unberechtigten Rückstellungen. Ohne diese hätte das Unternehmen bereits im Geschäftsjahr 2000 Dividende ausschütten können. Der Sachsenmilch-Vorstandsvorsitzender Thomas Bachofer sagte, ohne die Rückstellungen in Höhe von rund 23 Millionen Euro ginge Sachsenmilch das Risiko ein, seinen Verpflichtungen nicht nachkommen zu können.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben bei einem Umsatz von 329 Mill. Euro ein Ergebnis nach Steuern von 10,1 Mill. Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr kam Sachsenmilch bei einem Umsatz von rund 550 Mill. Euro auf einen Jahresüberschuss von 16,85 Mill. Euro.

Die Sachsenmilch AG mit derzeit mehr als 700 Mitarbeitern war 1991 als erstes ostdeutsches Unternehmen an die Börse gegangen. 1993 beantragte das Unternehmen die Gesamtvollstreckung. 1994 übernahm die Großmolkerei Müller ("Müller-Milch") das operative Geschäft.

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