Sachverständigenrat
Deutsches Gesundheitswesen nur Mittelklasse

Das deutsche Gesundheitswesen nimmt trotz seiner überdurchschnittlich hohen Ausgaben international nur eine Mittelstellung ein. Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen, der am Dienstag in Berlin seinen elften Bericht an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) übergab.

ddp BERLIN. Die Experten verweisen auf erhebliche Schwächen bei der Verteilung der Mittel für das Gesundheitswesen. Darüber hinaus fordern sie, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsreserven besser zu nutzen.

Um die Qualität in Medizin und Pflege zu sichern, plädiert der Rat für eine periodische Überprüfung der Facharztberechtigung. Pflegekräfte sollten darüber hinaus ungeachtet ihrer späteren Tätigkeit in ambulanter oder stationärer Kranken-, Alten- und Kinderpflege eine gemeinsame Erstausbildung erhalten. Auch solle die Akademisierung der Pflege in angemessener Weise weiter forciert werden.

Präventionsmaßnahmen in der Gesetzlichen Krankenversicherung müssten stärker auf Zielgruppen fokussiert werden. Die Qualitätssicherung in Gesundheitsförderung und Prävention müsse sich darüber hinaus an besonders gefährdeten, sozial schwachen Zielgruppen orientieren, schreiben die Wissenschaftler. Handlungsbedarf sehen sie auch bei präventiven Angeboten für ältere Menschen.

Investitionen in Forschung und Ausbildungn nötig

Für die Umsetzung und Weiterentwicklung einer angemessenen vorbeugenden Versorgung misst der Rat den Hausärzten eine große Bedeutung bei. Allerdings seien hierfür "deutlich gesteigerte Investitionen in eine auf Prävention orientiere Forschung und Ausbildung" notwendig.

Zur Qualitätssicherung in der Pflege fordert der Rat eine objektive, transparente und unabhängige Zertifizierung von Pflegeeinrichtungen sowie eine konsequente Umsetzung des Heimgesetzes.

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