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Saddam Hussein vergrößert sein C-Waffen-Arsenal

Der irakische Präsident Saddam Hussein verfügt nach einem Bericht des "Sunday Telegraph" über ein wachsendes Arsenal an biologischen und chemischen Waffen.

dpa LONDON. Unter Berufung auf einen irakischen Atomphysiker, der an der Entwicklung der Waffen beteiligt war und inzwischen in den Westen geflohen ist, berichtete die britische Zeitung, dass Saddam seine Forscher angewiesen habe, ausschließlich an der Vergrößerung des B- und C-Waffen-Arsenals zu arbeiten. Das Atomwaffenprogramm sei dagegen eingefroren worden, da es zu teuer sei. Demnach haben in den vergangenen sechs Monaten 3 000 Physiker und Chemiker im Irak an Geheimprogrammen zur Entwicklung von Giftstoffen und ihrer Anwendung gearbeitet.

"Mir wurde aufgetragen, Hunderte von komplizierten und gefährlichen Giften zu untersuchen", sagte der Wissenschaftler, dessen Name aus Sicherheitsgründen geheim gehalten wird. Die Stoffe seien zum Teil "sehr einfach dafür zu benutzen, Krankheitserreger freizusetzen. Wir haben Nervengas, Botulismus und Anthrax entwickelt."

Die Substanzen seien an Häftlingen, vor allem Kurden und Schiiten, getestet worden. Westliche Geheimdienste bestätigten dies, berichtete die Zeitung. Ein Geheimdienstoffizier wurde mit den Worten zitiert: "Zwischen April und Mai dieses Jahres sind 30 Häftlinge gestorben, nachdem sie für diese Experimente benutzt worden waren." Die Gifte und Krankheitserreger sollten mit Raketen und unbemannten Flugzeugen verbreitet werden. An entsprechenden Programmen werde gearbeitet.

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