Saddams Stellvertreter wehrt sich gegen Verbindungen zu El Kaida
Bagdad: "Unsere neuen Waffen sind Selbstmord-Attentäter"

Der Irak will bei einer amerikanischen Invasion "Tausende von Selbstmord-Attentätern einsetzen", kündigte Vizepräsident Taha Jassin Ramadan in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" an.

HB/dpa HAMBURG. Sein Land habe weder Massenvernichtungswaffen noch Langstreckenraketen, sagte der Stellvertreter Saddam Husseins, aber "die Selbstmord-Märtyrer sind unsere neuen Waffen, und die werden nicht nur im Irak zum Einsatz kommen". Der Krieg werde sich zum "Flächenbrand in der ganzen Region ausweiten", die arabische Welt für die Amerikaner "zu einem Meer aus Widerstand und Gefahr" werden.

Ramadan beharrte darauf, dass der Irak "seit langem frei von Massenvernichtungswaffen" sei. "Wir haben nicht mal eine Stecknadel davon im Sand versteckt". Aber die Amerikaner suchten krampfhaft nach einem Vorwand zum Angriff. Es gehe ihnen um die Macht in der Öl- Region, alles andere sei zweitrangig.

Entschieden verwahrte Saddams Stellvertreter sich gegen amerikanische Beschuldigungen, es gebe Verbindungen Bagdads zu Bin Ladens El-Kaida-Terroristen. Das sei zum Lachen, die laizistische Baath-Partei und El-Kaida seien zwei verschiedene Welten. Ramadan: "Wir hatten niemals etwas mit Islamisten zu tun, schon gar nicht mit solchen Terroristen wie den Bin-Laden-Schurken. Wir hatten auch nie offizielle Beziehungen mit dem afghanischen Taliban-Regime - ganz im Gegensatz zu Amerikas Verbündeten Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Pakistan."

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