Säge auf Ankerkette von gesunkenem Atom-U-Boot gestoßen
Abtrennarbeiten am Bug der "Kursk" unterbrochen

Am Wrack des gesunkenen russischen Atom-U-Bootes "Kursk" sind die Arbeiten zur Abtrennung des Bugs unterbrochen worden. Die Säge habe sich an der Ankerkette der "Kursk" verfangen, teilte ein Sprecher der russischen Nordmeerflotte am Mittwoch in Seweromorsk mit.

afp SEWEROMORSK. Bis die Sägearbeiten fortgesetzt werden könnten, müssten die russischen und norwegischen Taucher zunächst die 200 Meter lange Ankerkette aus dem Rumpf des Wracks entfernen. Der Bug des U-Bootes sollte jedoch noch bis Mittwochabend abgetrennt werden. Offiziellen Angaben zufolge soll der Bug der "Kursk" abgesägt werden, um ihre Bergung zu erleichtern. Unabhängige Experten vermuten dagegen, dass auf diese Weise die Raketentechnologie oder die Unglücksursache geheim gehalten werden sollen.

Die Eröffnung eines riesigen Pressezentrums in Murmansk anlässlich der bevorstehenden Hebung des Wracks wurde wegen der verheerenden Anschläge in den USA auf nächste Woche verschoben. Der genaue Zeitpunkt der Bergung sei zudem noch ungewiss, sagte ein russischer Regierungssprecher. Nach Angaben der niederländischen Bergungsfirma Mammoet-Smit soll die eigentliche Hebung des Wracks frühestens am 25. September beginnen. Ursprünglich war die Bergung für kommenden Samstag geplant. Das U-Boot mit 118 Seeleuten an Bord war am 12. August vergangenen Jahres bei einem Manöver in der Barentssee gesunken.

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