Sängerin kämpft gegen "Knebelverträge" von Musikern
Courtney Love und Vivendi legen Vertragsstreit bei

Rocksängerin Courtney Love (38) und die weltgrößte Plattenfirma Vivendi Universal Music Group haben ihren zweijährigen Vertragsstreit beigelegt.

dpa LOS ANGELES. Nach US-Medienberichten vom Montag kann durch die Einigung ein ursprünglich für diese Woche angesetzter Prozess vermieden werden. Der Musikriese will Love, Witwe des Nirvana-Sängers Kurt Cobain und Leadsängerin der früheren Band Hole, aus allen Vertragspflichten entlassen. Im Gegenzug will die Rockerin ihre Klagen gegen das Label zurücknehmen und Universal Music die Rechte an der Veröffentlichung von Nirvana-Songs übertragen.

Die ehemaligen Nirvana-Bandmitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic, die ebenfalls mit Love in einen Streit verwickelt waren, sollen dem Deal zugestimmt haben. Der bisher blockierte Song "You Know You're Right", den Cobain kurz vor seinem Tod im Jahr 1994 aufnahm, soll nun zu Weihnachten veröffentlicht werden. Der Song war in der vergangenen Woche im Internet aufgetaucht und von US- Radiosendern gespielt worden.

Im Jahr 2000 hatte die Plattenfirma die Sängerin wegen Vertragsbruchs auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Angeblich schuldeten Love und ihre Band Hole dem Unternehmen noch fünf Alben. Die Sängerin konterte mit Gegenklagen und warf dem Konzern vor, sie um Tantiemen betrogen zu haben. Love setzt sich seither an der Seite anderer Musiker für die Abschaffung von Langzeit-Verträgen zwischen Künstlern und der Musikindustrie ein. Solche "Knebelverträge" würden die Musiker zu lange an ein Label binden.

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