Särge im Vorgarten
Regenchaos: Friedhof weg, Straßen gesperrt

Regenchaos in Nordrhein-Westfalen und Berlin: Schwere Unwetter haben in der Nacht zum Donnerstag in NRW einen gesamten Friedhof abrutschen lassen, erhebliche Schäden angerichtet und einem Menschen das Leben gekostet. In Berlin wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

HB SIEGEN/BERLIN. Im südlichen Nordrhein-Westfalen regneten in drei Stunden Wassermassen von bis zu 70 Litern pro Quadratmeter vom Himmel. In Siegen wurden große Schlammmassen eines Friedhofs in ein Wohngebiet gespült. Särge und Leichenteile trieben durch die Vorgärten von sechs Wohnhäusern, die zum Teil zwei Meter unter Wasser stünden, berichtete ein Feuerwehrsprecher. 80 Feuerwehrmänner bemühten sich, die Häuser mit Sandsäcken vor den weiter strömenden Fluten zu sichern. Siegener Bestattungsunternehmer waren bei Aufräumarbeiten im Einsatz. Zunächst war unklar, ob der starke Regen oder ein Rohrbruch die Ursache für die Schlammlawine waren.

Der Siegener Regionalsender des Westdeutschen Rundfunks (WDR) musste wegen Wasser im Keller vorübergehend den Sendebetrieb einstellen. In der Eifel wurde ein 53-jähriger Motorradfahrer getötet, der bei einem Wolkenbruch die Gewalt über sein Motorrad verloren hatte.

In Berlin überflutete das heftige Sommergewitter am Abend Keller und Straßen. Im Westen und Süden der Stadt prasselten nach Angaben von Meteomedia bis zu 29 Liter je Quadratmeter herunter. Der von der Feuerwehr ausgerufene Ausnahmezustand blieb bis zum Ende der Aufräumarbeiten über Nacht bestehen. Zwei zentrale Straßen wurden gesperrt, ein Tunnel überflutet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%