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Safety first- Defensive Werte sind gefragt

Es lebe die Old Economy! Das dachten sich am Montag einige Anleger und investierten ihr Kapital in defensive Werte. Das Börsenbarometer der 30 US-Standardtitel legte rund ein Prozent an Wert zu und näherte sich damit der psychologisch wichtigen Marke von 11 000 Punkten. Zuletzt hatte der Index im September über der Marke geschlossen. Technologie-Titel mieden die Börsianer zum Wochenanfang wegen der nach wie vor währenden Wachstumsbedenken auf einzelnen Sektoren.

Für Chiphersteller waren vor allem die Umsatzzahlen für Dezember wie der Tropfen für das volle Fass. Laut der Semiconductor Industry Association, dem Branchenverband der Chipindustrie, sind die weltweiten Chipverkäufe gegenüber dem Vormonat um zwei Prozent und damit im vierten Monat in Folge gefallen. Verglichen mit Dezember 1999 stiegen die Umsatzzahlen jedoch um 22 Prozent. Die Analysten von Lehman Brothers stellen die Umsatzprognosen von 22 Prozent für das laufende Jahr bereits in Frage. Sinkende Preise und geringere Gewinnmargen seien zur Jahreshälfte die Folge der Entwicklung. So gerieten am Montag neben Intel auch Chiphersteller Texas Instruments, Xilinx und Rambus unter Druck.



Auch Applied Materials musste Federn lassen. Dem Hersteller von Maschinen für die Chipindustrie macht die abflauende Umsatzentwicklung auf dem Halbleitersektor ebenfalls zu schaffen. Die Aktie verliert bis zur Mittagsstunde fast sechs Prozent an Wert.



Zu der größten Verlieren des gebeutelten Nasdaq Index gehörten am Montag Exodus, Cisco und Intel. Exodus macht die Ausgabe neuer Aktien zu schaffen. Die Anleger finden an dem Plan wenig Gefallen. Mit jeder neu ausgegebenen Aktie verwässert der Anbieter von Web-Lösungen und Internet-Kapazitäten den Gewinn pro Aktie. Exodus wird mindestens 13 Millionen neue Aktien anbieten. Die Aktie verlor rund 15 Prozent.



Exxon

Mobil, IBM, Eastman Kodak und Coca-Cola gehörten zu den stärksten Gewinnern des Dow Jones Index. Exxon Mobil profitierte von der Fusionsstimmung auf dem Ölsektor. Die Übernahme der Erdölraffinerie Tosco durch den amerikanischen Ölkonzern Phillips Petroleum beflügelte die Aktie. Durch die Akquisition wird Phillips nach Exxon Mobil der zweitgrößte Ölkonzern der Welt. Tosco legte fast 16 Prozent an Wert zu, während Phillips verlor. Exxon gewann rund zwei Prozent. Texaco und Chevron notierten ebenfalls in der Gewinnzone.



Fusionsnachrichten sorgen auch auf dem Flugsektor für Bewegung. Doch außer Delta Airlines, die zumindest anfänglich in der Gewinnzone notierten, konnte kein Wert zum Höhenflug ansetzen. Laut Spekulationen soll Continental Airlines in Übernahmegesprächen mit Delta Airlines stehen. Somit würde die fünftgrößte die drittgrößte Fluggesellschaft der USA übernehmen. Wie die Washington Post berichtete, ist noch nicht geklärt, welches Unternehmen die Kontrolle über die fusionierte Fluggesellschaft übernimmt. Für Fusionsfieber hatte vor Kurzem bereits die geplante Übernahme von United Airlines und US Airways und die Übernahme von TWA durch American Airlines gesorgt.



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