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Salomon Smith Barney: Markt Reaktion auf die Zinssenkung ist übertrieben

"Dass der Aktienmarkt auf eine Senkung um nur 50 Basispunkte derart negativ reagiert, ist eine klare Übertreibung", so Tobias Levkovich von Salomon Smith Barney. Investoren sollten nicht vergessen, dass seit 1929 - ausgenommen während der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren - der Aktienmarkt zwölf Monate nach drei Zinssenkungen immer höher notiert hat.

"Etwas Geduld wäre durchaus angebracht", rät Levkovich. Immerhin wurden in den vergangenen elf Wochen die Zinsen um 150 Basispunkte gesenkt. Der Vorwurf, dass die Notenbank nicht aggressiv genug und schnell genug gesenkt hat, hängt weniger mit dem Stand der Konjunktur zusammen, sondern mit den schmerzhaften Verlusten in den Wertpapierdepots. Investoren müssen realisieren, dass der Job der Notenbank nicht das Stützen des Aktienmarktes ist, sondern die Konjunktur in Gleichgewicht zu halten. Levkovich hält an seinen Kurszielen für den S&P 500 Index fest. Bis Jahresende soll der Index über 25 Prozent auf 1.450 Punkte steigen. Das Verlustrisiko liegt jetzt nur noch bei vier bis fünf Prozent. Der Zeitpunkt, Aktienpositionen wieder aggressiver aufzubauen, ist Levkovich zufolge endlich gekommen. Da Ertragswarnungen mittlerweile nichts Neues mehr sind und reichlich Bargeld in Geldmarktfonds nur darauf wartet wieder in den Aktienmarkt zu fließen, könnte eine ausgesprochen starke Kurserholung ausgelöst werden.

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