Sammelklage gegen Banken
Deutsche Bank gerät in den Sog des Enron-Skandals

Zwei Mitarbeiter der Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) waren nach Informationen des Wall Street Journals als Direktoren bei Enron-Partnerschaften eingesetzt, die dazu dienten, Verluste des mittlerweile zahlungsunfähigen Energie-Händlers zu verstecken. CSFB ist eine Tochter der Schweizer Credit Suisse Group.

kk NEW YORK. Das ist bisher die stärkste direkte Verwicklung einer Bank in die Probleme des Energiehändlers. Enron ist zusammengefallen, nachdem die Bilanztricks bekannt wurden, mit denen der Konzern seine Ergebnisse manipuliert hatte. Der ehemalige Börsenstar hatte mit Hilfe von Beratern und Investmentbanken Partnerschaften kreiert, die nur dazu dienten, die Verluste des Konzerns zu verstecken.

Die beiden CSFB-Manager Laurence Nath und Dominic Capolongo haben als Direktoren von Atlantic Water Trust, einer solchen Enron-Struktur, gedient. Die Rolle der Investmentbanken in dem Skandal rückt immer stärker ins Visier der Öffentlichkeit. Im März leitete der US-Kongress eine Untersuchung darüber ein, welche Rolle die Wall Street-Firmen in dem Enron-Skandal spielten. Zudem wollen die Anwälte von Milberg Weiss Bershad Hynes & Lerach, die die Sammelklage für die geschädigten Investoren führen, heute die Investmentbanken in die Anklage aufnehmen, meldet Reuters. Da bei Enron nicht viel zu holen ist, berufen sich die Anwälte auf die Verantwortung der Wall Street-Firmen und der Anwaltskanzleien, die geholfen haben, die unübersichtlichen Enron-Strukturen zu schaffen: Dazu gehören nach Reuters-Angaben Merrill Lynch & Co., Deutsche Bank AG, J.P. Morgan Chase, Credit Suisse First Boston, Citigroup, Barclays Bank Plc, und die Anwaltskanzleien Vinson & Elkins aus Houston und Kirkland & Ellis aus Chicago.

Quelle: Handelsblatt

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