Sammelklage
Rückschlag für Daimler-Chrysler im Fusionsverfahren

Ein US-Gericht hat ein Argument der Daimler-Chrysler AG für eine Verwerfung der Klage zur Entstehung des deutsch-amerikanischen Autokonzerns abgewiesen.

Reuters DETROIT. Ein US-Gericht hat ein Argument der Daimler-Chrysler AG für eine Verwerfung der Klage zur Entstehung des deutsch-amerikanischen Autokonzerns abgewiesen.

Bezirksrichter Joseph Farnan kritisierte am Mittwoch Daimler-Chrysler für die Darstellung, Chrysler-Aktionäre seien durch Spekulationen in den Medien über Zweifel an der Natur des Zusammenschlusses mit Daimler-Benz vor fünf Jahren informiert gewesen. "Diese Position ist für mich unhaltbar", sagte Farnan. Daimler-Chrysler versuche mit dem Argument im Prinzip, die Kläger dafür zu bestrafen, dass sie der Darstellung der Firma geglaubt hätten. Daimler-Chrysler hatte mehrere Argumente dafür aufgeführt, die Klage zu verwerfen. Farnan kündigte an, er werde zu einem späteren Zeitpunkt über den übrigen Antrag urteilen.

Der frühere Chrysler-Großaktionär Kirk Kerkorian wirft dem Chef des Stuttgarter Unternehmens, Jürgen Schrempp, vor, die Chrysler-Anteilseigner über den Charakter der Fusion getäuscht zu haben. Hätte er vorab gewusst, dass Schrempp keinen "Merger of equals" (Fusion unter Gleichen), sondern eine Übernahme von Chrysler geplant habe, hätte er einen deutlichen Aufschlag auf den Umtauschpreis für seine Aktien verlangt, argumentierte der Milliardär in seiner Ende 2000 eingereichten Klage. Diese ist inzwischen im Grundsatz als Sammelklage zugelassen worden. Ein Prozess könnte nach Angaben des Gerichts Anfang Dezember beginnen. Daimler-Chrysler hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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