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Sammeln von Briefmarken wieder „in“

Von wegen verstaubtes Hobby: Das Sammeln von Briefmarken ist nach Einschätzung des Bundes Deutscher Philatelisten wieder „in“.

dpa WERNIGERODE. Von wegen verstaubtes Hobby: Das Sammeln von Briefmarken ist nach Einschätzung des Bundes Deutscher Philatelisten wieder "in".

"Die Menschen suchen sich in einer Welt, die immer lauter und unübersichtlicher wird, wieder ruhigere Hobbys", sagte Vorstandsmitglied Reiner Wyszomirski. "Freizeitforscher beobachten eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte, auch Angeln ist ja wieder im Trend."

Laut Wyszomirski entdecken vor allem die 35- bis 40-Jährigen die Philatelie für sich. "Das sind Leute, die eine Familie gegründet, ein Haus gebaut und sich beruflich gut entwickelt haben", sagte er. "Die wollen mehr als nur Spiel- und Spaßgesellschaft." Schwierig sei es jedoch, Kinder und Jugendliche für das vergleichsweise unspektakuläre Hobby zu begeistern. "Die bleiben meist nicht bei der Stange."

Zunehmend ärgerlich finden die Briefmarkensammler nach den Worten von Wyszomirski, dass die Deutsche Post AG für neue Marken immer häufiger zusätzlich zum Nennwert Zuschläge für gemeinnützige Zwecke erhebt. "Da wird das Hobby natürlich teurer, denn der Sammler muss jede Marke einfach haben, er kann nicht einfach eine auslassen."

Vom 20. bis 22. August findet in Wernigerode der 105. Deutsche Philatelistentag statt. Neben dem Erfahrungsaustausch der Sammler sind diverse Ausstellungen geplant. Der Bund Deutscher Philatelisten hat rund 65 000 Mitglieder. Bei der Deutschen Post AG sind dem Verband zufolge etwa 800 000 Briefmarkensammler als Abonnenten registriert.

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