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Sammler reißen sich um Euro-Fehlprägungen

In Italien sind Fehlprägungen von Ein-Cent-Münzen zu begehrten Sammlerobjekten geworden. Für die zu groß geratenen Geldstücke böten Sammler bis zu 2600 ?, berichtete die Tageszeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.

Reuters ROM/HELSNKI. Die Fehlprägungen sind nicht nur zu groß, sondern zeigen zudem eine Turiner Kuppel, die der Zwei-Cent-Münze vorbehalten ist. In Finnland tauchte derweil ein fehlerhafter Euro-Schein auf. In Mikkeli im Südosten des Landes zog ein Mann am Geldautomaten einen 20-Euro-Schein, dem der perlfarbene Faden als Sicherheitsmerkmal fehlt. Wegen der Fälschung eines 50-Euro-Scheines ermittelt die Polizei in Frankreich gegen eine 45-jährige Frau und ihren Sohn. Die Frau hatte mit dem Falschgeld Brot gekauft.

In Italien wurden die fehlgeprägten Münzen dem Pressebericht zufolge hauptsächlich in Starter-Kits gefunden, die Postämter im norditalienischen Bergamo im Dezember verkauft hatten. Die Behörden vermuten, ein Angestellter der staatlichen Prägeanstalt in Zecca könne die Münzprägung manipuliert haben, denn ein technisches Versagen der präzise arbeitenden Maschinen sei unwahrscheinlich. Die Prägeanstalt selbst nahm keine Stellung.

Der Finne mit dem fehlerhaften 20-Euro-Schein weigerte sich, die ohne Sicherheitsmerkmal wertlose Geldnote der Zentralbank zur Untersuchung zu überlassen, wie die Zeitung "Lansi-Savo" berichtete. Am Freitag waren in Finnland bereits 500-Euro-Noten ohne Hologramm aufgetaucht, und die staatliche Notendruckerei Oy hatte technische Probleme eingestanden. Die finnische Presse hatte daraufhin mehrere Sammler zitiert, die eine beachtliche Wertsteigerung solcher Fehldrucke erwarten.

Nach Deutschland und Irland sind Euro-Fälschungen inzwischen auch in Frankreich entdeckt worden. Im südwestfranzösischen Casteljaloux alarmierte ein Bäcker die Polizei, nachdem eine Frau mit einer 50-Euro-Blüte Brot gekauft hatte. Der 21-jährige Sohn der Frau hatte die falsche Note mit Hilfe seines Computers produziert. Da sich die beiden nach Angaben der Staatsanwaltschaft bisher noch nie etwas zu Schulden kommen ließen, droht ihnen jedoch nicht die Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis für Geldfälschen oder zehn Jahren Freiheitsstrafe für das Ausgeben von Falschgeld.

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