Sanierung nicht mögich
Insolvente Biodata überträgt operatives Geschäft auf Tochter

Die Biodata Information Technology AG, Lichtenfels, will ihr operatives Geschäft auf eine 100-prozentige Tochtergesellschaft übertragen. Vorgesehen ist, die Muttergesellschaft durch Insolvenzplan und den Einstieg eines Finanzinvestors zu entschulden, heißt es in einer Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag.

vwd LICHTENFELS. Eine Sanierung der Biodata sei nach Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters Fritz Westhelle (Kassel) ohne eröffnetes Insolvenzverfahren indes nicht möglich.

Überdies benötige das IT-Sicherheitsunternehmen den Einstieg eines Finanzinvestors, um den Insolvenzplan erfolgreich durchzuführen. Wichtig sei dafür ein Kapitalschnitt. Dies soll einem Investor die Möglichkeit eröffnen, eine Aktienmehrheit an dem dann entschuldeten Unternehmen zu erlangen. Schnelle Lösungen sind nach Angaben Westhelles ebenso erforderlich, um wichtige Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und das operative Geschäft weiterzuführen. Im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat sei geplant, Teile des operativen Geschäfts in den nächsten Tagen auf eine Tochtergesellschaft zu übertragen. Sitz dieser Tochterfirma werde Dresden sein, Kernprodukte seien Verschlüsselungslösungen.

Bei der Biodata-Niederlassung Nürnberg wird derzeit über ein Management-Buy-Out verhandelt, heißt es in der Mitteilung weiter. Für die Tochtergesellschaften in Offenbach und München seien Insolvenzanträge gestellt. Der bisherige operative Biodata-Hauptsitz auf Burg Lichtenfels werde in naher Zukunft aufgegeben. Der frühere Kernbereich Biodatas in Lichtenfels mit Netzwerk- und Kommunikationssicherheit soll an eine völlig eigenständige Auffanggesellschaft mit Sitz in Frankenberg-Schreufa übertragen werden. Die Biodata AG wird demnach zu einer reinen Holding umstrukturiert mit Beteiligungen an der neuen Dresdner Tochtergesellschaft (100 %), der Kasseler Cobion AG (rund 36 %) und der Berliner BioID AG (16,2 %).

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