Sanierungskonzept in Planung
Lauda-Air erwirtschaftet 157 Millionen DM Verlust

Der Geschäftsmann Niki Lauda kämpft mit aller Macht gegen den drohenden Konkurs seiner Airline. Zur Not werde er auch Gelder aus seinem Privatvermögen besteuern, so der Ex-Ferrari-Rennfahrer.

dpa WIEN. Der dreimalige Formel 1-Weltmeister Niki Lauda kämpft um seine möglicherweise vom Konkurs bedrohte Fluggesellschaft Lauda Air. "Ich lass mich nicht vernichten und ausradieren", zitierten österreichische Zeitungen am Donnerstag Lauda. Nach einem Gutachten des Anteilseigners AUA hat die Linie in dem im Oktober auslaufenden Geschäftsjahr einen Verlust von 1,1 Mrd. Schilling (157 Mill. DM) eingeflogen. Notfalls werde er auch Geld aus seinem Privatvermögen beisteuern, kündigte Lauda an.

Eine Aufsichtsratssitzung der Lauda Air war am Mittwoch nicht zu Stande gekommen, weil die Vertreter der Austrian Airlines (AUA) als 36 %-Eigentümer ebenso wenig erschienen waren wie der Kontrolleur der Lufthansa, die 20 % an Lauda Air hält. Auf der Sitzung sollte ein Sanierungskonzept beschlossen werden. Nach Darstellung der AUA benötigt Lauda Air bis Ende Oktober 250 Mill. Schilling, um einen drohenden Konkurs abzuwenden.

Niki Lauda, der selbst nur noch 7% am Unternehmen hält, will nach eigener Darstellung fünf Flugzeuge verkaufen und dann wieder mieten. Dadurch sollen 1,1 Mrd. Schilling in die Kassen kommen. Der Aufsichtsratspräsident Rudolf Streicher hat jedoch darauf hingewiesen, dass er diesen Beschluss von Lauda "weder empfohlen noch genehmigt" habe. Der AUA-Kurs hatte am Mittwoch an der Wiener Börse offenbar wegen dieser Querelen um 9% nachgegeben und mit 10 Euro einen neuen Tiefstand erreicht.

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