Sanierungskonzept
Pfaff baut jeden siebten Arbeitsplatz ab

Der Industrienähmaschinen-Hersteller Pfaff in Kaiserslautern baut wegen der Absatzflaute jeden siebten seiner rund 1000 Arbeitsplätze ab. Die verbleibenden 860 Beschäftigten nehmen Einkommensverzichte beim Weihnachts- und Urlaubsgeld in diesem und im nächsten Jahr hin sowie eine Verschiebung der 2,6-prozentigen Tariferhöhung vom 1. Juni auf den 1. Dezember 2003.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Ein entsprechendes Konzept mit Sozialplan unterzeichnete das Unternehmen am Freitag mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall. Dadurch sollen 10 Millionen Euro und damit etwa 10 Prozent des Jahresumsatzes einspart werden.

Mit einem gleichzeitigen Effizienz-Steigerungsprogramm wolle das Unternehmen bis 2004 wieder ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielen, sagte Pfaff-Vorstandschef Matthias Berg. Im vergangenen Jahr habe es bei der Pfaff Industrie Maschinen AG einen Umsatzeinbruch um ein Viertel sowie einen nicht näher bezifferten zweistelligen operativen Verlust gegeben. "Es geht um so etwas wie die letzte Chance für Pfaff", sagte IG- Metall-Bevollmächtigter Alexander Ulrich. Das Unternehmen war im September 1999 nach einem damaligen Jahresverlust von fast 20 Millionen Euro insolvent geworden und wurde 2002 von einem neuen italienischen Investor (Bianchi Mare) übernommen.

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