Sanierungskonzept soll bald greifen
Bankgesellschaft Berlin schreibt tiefrote Zahlen

Die Bankgesellschaft Berlin schreibt weiter "tiefrote Zahlen". An den bisherigen Ertragszielen hält das mehrheitlich landeseigene Institut aber fest.

HB/dpa BERLIN. Das Konzernergebnis nach Steuern betrage im ersten Halbjahr 2002 minus 154 Mill. Euro gegenüber einem Plus von 52 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Bankgesellschaft am Freitag mit. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge sackte auf minus 58 Mill. gegenüber 46 Mill. Euro. Die Zahlen bewegten sich im geplanten Rahmen, hieß es.

Der Vorstand halte daran fest, dass der operative Verlust zum Jahresende deutlich gesenkt werde. Der Konzern 2002 werde aber nochmals mit einem Verlust abschließen, bekräftigte das Institut. Für 2003 wird bisher zumindest ein ausgeglichener Ertrag angestrebt.

Das vor der Privatisierung stehende Institut war nur durch eine Milliarden-Finanzspritze sowie eine Landesbürgschaft für Alt-Risiken von 21,6 Mrd. Euro vor dem Aus gerettet worden. Der Vergleich der Halbjahreszahlen muss vor dem Hintergrund gesehen werden, dass etliche Belastungen wie Rückstellungen für Restrukturierungen vor allem im zweiten Halbjahr 2001 in der Bilanz zu Buche schlugen.

Sparprogramm soll im 2. Halbjahr zur Geltung kommen

Im ersten Halbjahr 2002 verschlechterte sich das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge auf 173 Mill. Euro gegenüber 202 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. In die Risikovorsorge wurden 231 Mill. Euro eingestellt. Dies sei die Hälfte der für das gesamte Jahr geplanten Vorsorge, sagte eine Sprecherin. Auch seien die tatsächlichen Wertberichtigungen niedriger.

Im ersten Halbjahr 2001 wurde noch eine geringere Risikovorsorge von 156 Mill. Euro ausgewiesen. Sie würde bei einer Halbierung der gesamten Vorjahressumme aber 382 Mill. Euro betragen, stellte das Institut fest. Auch das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge wäre bei einem solchen Vergleich nicht gesunken, sondern von 65 Mill. auf 173 Mill. Euro gestiegen.

"Die beschlossenen Maßnahmen zur Kostensenkung werden im zweiten Halbjahr verstärkt zur Geltung kommen, auch wegen der seit Mai dieses Jahres greifenden Reduzierungen bei den Personalkosten", hieß es in der Halbjahresbilanz. Im ersten Halbjahr sei der Verwaltungsaufwand bereits um 52 Mill. Euro gesenkt worden. Dagegen sind Zins- und Provisionsüberschuss gesunken.

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