Sanierungskonzept soll bis Ende November stehen
Software-Anbieter Bäurer macht weiter

Insolvenzverwalter Volker Grub will für den finanziell angeschlagenen Software-Anbieter Bäurer nach Firmenangaben spätestens Ende November ein Sanierungskonzept vorlegen.

Reuters HÜFINGEN. Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen habe den Stuttgarter Sanierungsexperten Grub zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, teilte Bäurer zwei Tage nach dem Insolvenzantrag am Freitag in Hüfingen im Schwarzwald mit. Der Geschäftsbetrieb werde in vollem Umfang fortgeführt, betonte das Unternehmen.

Die außerordentliche Hauptversammlung, die das inzwischen geplatzte Restrukturierungskonzept mit Hilfe von Investoren am 31. Oktober verabschieden und einen Kapitalschnitt beschließen sollte, sagte Bäurer allerdings ab. Die US-Beteiligungsfirma GB Capital Inc. -Global aus Atlanta/Georgia hatte eine zugesagte Brückenfinanzierung über rund 1,8 Millionen Euro überraschend am Dienstag zurückgezogen. Nach der schriftlichen Bestätigung der Absage erklärte Grub die Verhandlungen mit GB für beendet.

Die 1980 in Hüfingen gegründete und seit 1999 am Neuen Markt gelistete Gesellschaft beschäftigt 540 Mitarbeiter, die sich mit Software zur Planung von Geschäftsprozessen befassen. Im August hatte Bäurer erstmals von einer geschwächten Eigenkapitalbasis und einer angespannten Liquiditätssituation berichtet. Insgesamt sollten Investoren acht Millionen Euro bereit stellen. Am Freitag brach die Bäurer-Aktie erneut um 17 Prozent auf 0,24 Euro ein.

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