Sanierungsplan soll Chrysler wieder in Gewinnzone führen
US-Absatz der deutschen Autobauer uneinheitlich

Während die US-Konjunkturflaute Daimler-Chrysler und VW zu schaffen macht, konnten Porsche, BMW und Audi zum Teil deutlich zulegen.

ap FRANKFURT/M. Die Konjunkturflaute in den USA macht auch einigen deutschen Autobauern zu schaffen. Eindeutige Ausnahme: Fahrzeuge der gehobenen Klasse. So konnten die Autos von Porsche, BMW oder Audi im Februar auf dem US-Markt sogar noch einmal zulegen. Schlechte Nachrichten dagegen von der US-Sparte von Daimler-Chrysler. Der Absatz ging im Februar um 10 % zurück.

Auch Volkswagen hat in den USA einen Rückgang zu verzeichnen: Im Februar wurden 10,4 % weniger verkauft als im Vorjahresmonat. Der Wolfsburger Konzern verkaufte rund 24 600 Wagen gegenüber 27 100 im Februar 2000, wie am Freitag mitgeteilt wurde.
Besonders schlimm traf es das Modell New Beetle, dessen Absatz um fast 30 % auf 4 700 Stück einbrach. Die Modelle Jetta und Golf legten leicht zu, der Passat-Absatz ging um 5 % zurück. Laut VW war es dennoch der zweiterfolgreichste Februar seit 20 Jahren. Zudem hatte im Januar 2001 der Absatz sogar noch um 15,5 % unter den Verkäufen im Januar 2000 gelegen.

Porsche, BMW und Audi konnten zulegen

Porsche ist dagegen in den USA weiter ungebremst auf Erfolgskurs. Trotz der Abkühlung der US-Konjunktur hat der Stuttgarter Sportwagenhersteller im Februar einen neuen Absatzrekord aufgestellt. Nach Unternehmensangaben wurden im vergangenen Monat in den USA 2 135 Fahrzeuge ausgeliefert. Das sei ein Zuwachs von 13 % gewesen gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat.
In Nordamerika insgesamt (einschließlich Kanada) wurden im Februar 2 204 Autos ausgeliefert. Im bis zum 31. Juli gehenden Geschäftsjahr erwartet Porsche den Gesamtabsatz in Nordamerika vom Vorjahr von 23 294 Einheiten übertreffen zu können.

Auch BMW hat nach eigenen Angaben in den USA einen neuen Absatzrekord aufgestellt. Der Münchner Automobilhersteller verkaufte im Februar 15 756 Fahrzeuge, 14 % mehr als im Vorjahresmonat, wie BMW in München mitteilte. Zum Wachstum trug wesentlich die 3er Reihe bei, die um 29 % zulegte. In den ersten beiden Monaten stieg die Absatzzahl um 12 % auf 29 464.

Audi konnte seine Verkaufszahlen in den USA ebenfalls leicht steigern: Im Februar setzte das Ingolstädter Unternehmen 5 883 Fahrzeuge in den USA ab, das entspricht einem Wachstum von 2,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Chrysler setzte im Februar 10 % weniger ab

Die angeschlagene US-Sparte von Daimler-Chrysler hat dagegen deutlich schlechtere Zahlen zu berichten. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend in Auburn Hills mitteilte, sank der US-Absatz von Fahrzeugen im Februar 2001 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10 % auf 201 636 Einheiten. Der Verkauf von Pkw habe um 13 % auf 59 068 Stück abgenommen. Der Absatz von Lastwagen sei um 10 % gesunken. Der Autobauer hatte am Montag ein Sanierungsplan veröffentlicht, der Chrysler wieder in die Gewinnzone führen soll.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%