Sanierungsprogramms "Olympia" nimmt Formen an
Opel verlagert Astra-Produktion nach Eisenach

Die Adam Opel AG wird ab Oktober Teile der Astra-Produktion aus mehreren europäischen Werken nach Eisenach verlagern. Das bestätigte der Autohersteller am Freitag in Rüsselsheim und Eisenach.

dpa-afx EISENACH/RÜSSELSHEIM. "Wir wollen einige Marktschwankungen besser ausgleichen, die im November und Dezember kommen könnten", sagte der Geschäftsführer der Opel Eisenach GmbH, David Gibbons. In Eisenach wird seit Anfang 2001 nur der Kleinwagen "Corsa" produziert. Von der Verlagerung ist auch der Standort Bochum betroffen. Die "Thüringer Allgemeine" berichtete am Freitag über die Pläne in Eisenach.

Bis zum Jahresende sollen in Eisenach 10 000 Astra-Modelle vom Band laufen. Insgesamt ist eine Produktion von rund 138 000 Wagen geplant. Ursprünglich waren insgesamt 175 000 Fahrzeuge vorgesehen. Für 2002 sei ohnehin geplant gewesen, den Astra wieder in Eisenach zu produzieren, sagte Gibbons. Das werde nun vorgezogen. Mit der Verlagerung werde in allen Werken auf Überkapazitäten reagiert. Der Start für den Astra ist für die Woche vom 22. Oktober geplant. Pro Stunde sollen bis Jahresende je 15 Corsa und Astra von den Bändern rollen. Das Programm des nächsten Jahres ist laut Gibbons noch offen.

Vorerst keine Stellenkürzungen

Die Verlagerung betrifft neben Bochum auch die Werke Antwerpen (Belgien), Saragossa (Spanien) sowie Ellesmere Port (Großbritannien). Damit wurden erste Entscheidungen über Produktionsverlagerungen und den geplanten Kapazitätsabbau in Europa im Rahmen des Sanierungsprogramms "Olympia" getroffen. Personalkürzungen seien mit diesem ersten Schritt noch nicht verbunden. Über den bevorstehenden Stellenabbau im kommenden Jahr wollte Opel noch keine Angaben machen.

Im Opel-Werk Eisenach steht im Oktober wegen Absatzproblemen eine Woche Kurzarbeit an. Im September werden zudem die Bänder für vier Schichten angehalten, Anfang November sind zwei so genannte Korridortage vorgesehen. In Eisenach arbeiten rund 2000 Beschäftigte.

Abbau von Kapazitäten um bis zu 350 000 Einheiten

Einer Agenturmeldung zufolge einigten sich Arbeitnehmervertreter und Management von Opel und General Motors (GM) am Freitag über das Sanierungsprogramm "Olympia". Beide Seiten trafen eine europäische Grundsatzvereinbarung für den geplanten Kapazitätsabbau um bis zu 350 000 Einheiten. Auf dieser Basis soll nun die Umsetzung des Projekts "Olympia" auf die jeweilige nationale Ebene vorangetrieben werden.

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