Sanktionen schaden Bevölkerung
Tausende fordern Ende der Sanktionen gegen Irak

afp WASHINGTON. Rund 3000 Menschen haben am Sonntag in den USA die Aufhebung der Sanktionen gegen Irak gefordert. "Aufhebung der Sanktionen - jetzt", forderten die Demonstranten zum zehnten Jahrestag der Sanktionsverhängung vor dem Weißen Haus in Washington. Prominente Teilnehmer wie der Sänger Pete Seeger stellten die Ziele der Sanktionen in Frage. Sie vergrößerten nur noch die Macht des Diktators Saddam Hussein, sagte er. Monatlich würden 5000 Kinder an Krankheiten und Fehlernährung in Folge der Sanktionen sterben. Der demokratische Abgeordnete Dennis Kucinich beklagte, dass die Maßnahmen überhaupt nichts nützten.

Der UN-Sicherheitsrat hatte nach dem Einmarsch irakischer Truppen in Kuwait am 6. August 1990 finanzielle und militärische Sanktionen gegen Irak verhängt. Sechs Jahre später wurden die Sanktionen durch das Programm "Öl gegen Nahrungsmittel" gelockert, das Irak in begrenztem Umfang ermöglicht, mit Erlösen aus Erdölgeschäften humanitäre Güter zu kaufen. US-Außenministerin Madeleine Albright hatte am Mittwoch erneut die Aufhebung der Sanktionen ausgeschlossen.

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