Sanktionen verlängert
Irak lädt Inspektoren ein

Irak hat am Donnerstag den Chef der Waffeninspektoren der Vereinten Nationen (UNO) zu Gesprächen nach Bagdad eingeladen, um möglicherweise die Inspektionen wieder aufzunehmen.

HB/Reuters/vwd/afp/dpa NEW YORK/WASHINGTON. Der Chef-Waffeninspektor der UNO, Hans Blix und seine Experten seien willkommen, um ausstehende Abrüstungsfragen zu diskutieren und eine solide Basis für das nächste Stadion der Kontrolle und Überprüfung aufzubauen und zu diesem Stadion vorzurücken, hieß es in einem Brief des irakischen Außenministers Nadschi Sabri an UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Der Brief liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor.

Der irakische UN - Botschafter Mohammed el Douri sagte am Freitagmorgen im arabischen Fernsehsender El Dschasira, die Einladung von Blix und dessen Expertenteam ziele auf die Fortsetzung des "technischen Dialogs" ab. Zuvor hatte bereits der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan die UN zu einer "bedingungslosen Wiederaufnahme" des Dialogs zwischen beiden Seiten aufgefordert. Die letzte Gesprächsrunde mit den UN Anfang Juli in Wien war ohne Ergebnisse geblieben.

UN-Generalsekretär Kofi Annan deutete in der vergangenen Woche an, dass es mit ihm keine neuen Gespräche geben werde, solange Bagdad nicht die UN-Waffeninspekteure wieder ins Land lasse.

Die von Blix geleitete UN-Kommission zur Kontrolle des irakischen Waffenarsenals (UNMOVIC) soll die Zerstörung von Bagdads Massenvernichtungswaffen bestätigen. Der Irak dringt vor allem auf eine Aufhebung der Sanktionen, die nach dem irakischen Überfall auf Kuwait 1990 vor genau zwölf Jahren verhängt wurden.

Blix war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Waffeninspektoren haben Irak Dezember 1998, weil sie von den dortigen Behörden bei ihrer Suche nach Massenvernichtungswaffen behindert worden sein sollen. Ihre Rückkehr lehnte Irak bislang ab. Das Land bestreitet, Massenvernichtungswaffen herzustellen.

US-Präsident George W. Bush hat unterdessen das Wirtschaftsembargo gegen Irak um ein weiteres Jahr verlängert. Die Entscheidung sei auf Grund der "feindlichen Aktionen" Bagdads gegen die Interessen der USA getroffen worden, teilte das Weiße Haus mit. Die USA hatten die Sanktionen nach dem Einmarsch der irakischen Truppen in Kuwait verhängt und zugleich irakische Konten in den USA eingefroren. Beide Strafmaßnahmen wurden seitdem immer wieder verlängert.

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