SAP-Aktie besonders gefragt
Dax verpasst das Jahreshoch

Der Dax hat am Freitag den Sprung über sein diesjähriges Jahreshoch bei 3157 Punkten nicht geschafft, aber dennoch über der Marke von 3100 Punkten geschlossen. Angeführt von der SAP-Aktie stieg das Börsenbarometer um 2,89 Prozent auf 3127,46 Punkte.

HB/dpa FRANKFURT/M. Das bisherige Jahreshoch hatte der Dax am 6. Januar mit 3157 Punkten erreicht, am Freitag reichte es nur bis knapp 3147 Zählern. Der MDax gewann 1,10 Prozent auf 3505,99 Punkte und der TecDax legte 2,33 Prozent auf 429,07 Punkte zu.

"Die Börsen in den USA haben an Schwung verloren und damit dem Dax-Aufschwung etwas an Dynamik genommen", sagte ein Händler. "Bis zum frühen Nachmittag waren viele Short-Seller im Markt, die auf fallende Kurse gesetzt hatten und sich dann mit Aktien eindecken müssen", erklärte er. Dies habe den Dax Richtung Jahreshoch getrieben.

Mit einem Kurssprung von 7,33 Prozent auf 11,27 Euro reagierten die Aktien der Commerzbank auf Gerüchte, wonach die Hypo-Vereinsbank (HVB) an der Frankfurter Bank interessiert ist. "Diese Gerüchte kursieren immer wieder am Markt", sagten Händler und Analysten übereinstimmend. Analyst Sebastian Reuter von der Helaba nannte die Gerüchte "haltlos". Ein Händler fügte hinzu: "Da wird irgendetwas hochgejubelt, weil sonst nichts los ist. Ich glaub nicht, dass da etwas dran ist. Was soll denn dabei heraus kommen, wenn zwei Kranke zusammengehen?" Die Aktie der Hypo-Vereinsbank stieg um 5,51 Prozent auf 14,94 Euro. Seit dem 23. Mai hat sich das Papier um 26,13 Prozent verteuert.

Ein Übernahmeangebot von Oracle für den Konkurrenten PeopleSoft brachte auch die Aktien des Softwareherstellers SAP in Schwung. Oracle, weltweit zweitgrößter Softwarekonzern, will die Softwarefirma PeopleSoft für 5,1 Milliarden Dollar (4,4 Mrd Euro) oder 16 Dollar je Aktie übernehmen. Händler sagten, der mögliche Zusammenschluss der beiden Softwarehäuser zeige, wie stark die US- Unternehmen unter Druck stünden, um sich gegen SAP zu behaupten. SAP-Aktien waren mit einem Aufschlag von 8,81 Prozent auf 107,09 Euro der teuerste Wert im Dax.

Die Papiere von Infineon gehörten mit einem Plus von 4,03 Prozent auf 8,78 Euro ebenfalls zu den vier gefragtesten Aktien. Händler begründeten die Gewinne mit der Quartalsprognose des weltgrößten Chipherstellers Intel.

Die Lufthansa-Aktie stieg um 3,89 Prozent auf 10,15 Euro. "Man schöpft wieder Hoffnung in der Reisebranche", sagte ein Händler der Frankfurter Sparkasse 1822.

Die Papiere der im TecDax notierten Software AG verteuerten sich im elektronischen Handel um 5,92 Prozent auf 13,24 Euro. Händler berichteten von Marktgerüchten, denen zufolge entweder Microsoft oder IBM an einer Übernahme interessiert sein sollen. "Wir wurden weder angesprochen, noch sind wir auf der Suche nach einem Partner", sagte dazu ein Software-Sprecher.

Im Gleichklang mit dem Dax standen auch die US-Börsen und der EuroStoxx 50 im Plus.

Am Rentenmarkt stieg der Rex um 0,37 Prozent auf 121,21 Punkte. Der Bund Future verlor 0,4 Prozent auf 117,69 Zähler. Die Umlaufrendite sank auf 3,32 (Donnerstag 3,40) Prozent. Der Euro-Kurs gab nach US-Arbeitsmarktzahlen deutlich nach und fiel vom Tageshoch bei 1,1888 Dollar bis auf 1,1703 Dollar am frühen Abend. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1813 (Donnerstag: 1,1775) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8465 (0,8493) Euro.

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