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SAP-Chef Kagermann fordert flexiblere Arbeitszeitregelungen

(dpa-AFX) Hamburg - Der Vorstandschef des Softwarekonzerns SAP < SAP.ETR > , Henning Kagermann, hat die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland kritisiert. "Ich wäre froh, wenn wir etwas flexibler sein könnten", sagte Kagermann der "Financial Times Deutschland" (FTD, Freitagausgabe).

(dpa-AFX) Hamburg - Der Vorstandschef des Softwarekonzerns SAP < SAP.ETR > , Henning Kagermann, hat die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland kritisiert. "Ich wäre froh, wenn wir etwas flexibler sein könnten", sagte Kagermann der "Financial Times Deutschland" (FTD, Freitagausgabe).

Überregulierung und strikte Arbeitszeitregelungen seien eine "Vergeudung von Ressourcen. Aus meiner Sicht sollte man die Leute solange arbeiten lassen wie sie wollen." Dies würde vor allem jungen, hungrigen Mitarbeiter helfen, die keine Familie haben und deshalb oft ihren Lebensschwerpunkt auf die Karriere setzen wollen.

Trotz der hohen Gehälter in Deutschland denkt Kagermann allerdings nicht an eine teilweise Verlagerung des Personals ins Ausland. Dies sei "eher eine Strategie von Firmen mit Stagnation", sagte Kagermann. SAP könne sich die hohe Kostenstruktur aufgrund des großen Wachstums leisten. "Sie können nicht einfach von heute auf morgen eine solch gewachsene Entwicklungsmannschaft wie unsere in Walldorf woanders aufbauen", sagte Kagermann. In Zukunft werde man jedoch in der Softwareentwicklung mehr Leute im Ausland einstellen.

SAP werde 2004 seine Belegschaft deutlich höher aufstocken als bislang geplant, hatte Kagermann auf einer Telefonkonferenz angekündigt. Dank einer guten Geschäftsentwicklung werde die Zahl neuer Mitarbeiter zum Jahresende nicht bei 1.500, sondern bei 2.500 liegen. Wie viele dieser neuen Stellen in Deutschland entstehen, hänge von "mehreren Faktoren" ab, etwa der regionalen Auftragsentwicklung oder der internen Schwerpunktsetzung bei der Softwareentwicklung.

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