SAP führt Gewinnerliste an
Dax gibt zu Handelsstart nach

Die deutschen Standardwerte sind am Freitag entgegen den Erwartungen von Börsianern schwächer in den Handel gestartet. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab innerhalb der ersten Handelsstunde um 1,3 Prozent auf 4 657 Punkte nach.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. "Gewinnmitnahmen zum Wochenende und Unsicherheit über drohende Terroranschläge" seien verantwortlich dafür, dass der Dax sich am Freitagmorgen wieder abwärts bewege, sagte ein Frankfurter Händler. Der MDax für die mittelgroßen Werte notierte wenige Minuten nach Handelsbeginn kaum verändert bei 4 167 Punkten.

Größter Verlierer mit einem Abschlag von knapp drei Prozent auf 26,75 Euro waren die Aktien von Degussa. Unter Druck gerieten auch die Titel der Deutschen Telekom, die um 1,8 Prozent 17,98 Euro fielen. Schwächer waren unter anderen die Bankentitel. Hypovereinsbank fielen um 1,8 Prozent, Deutsche Bank gaben um rund ein Prozent nach. Am Morgen hatte die Investmentbank Merrill Lynch die Aktien der Deutschen Bank mittelfristig auf "Akkumulieren" von zuvor "Kaufen" heruntergestuft. Die langfristige Einstufung bleibe jedoch "Kaufen". Wegen der großen Volatilität der Kapitalmärkte könnten die Aktien der Deutschen Bank nach der jüngsten Erholung erneut fallen und so den Investoren einen guten Einstiegspunkt bieten. Seine Gewinnprognosen änderte Merrill Lynch nicht.

Infineon setzten sich mit einem Plus von 1,03 Prozent auf 16,67 Euro an die Spitze der Gewinner. SAP legten um 1,43 Prozent auf 137,03 Euro zu. Das Investmenthaus Morgan Stanley hatte sich zuvor positiv zum Halbleiter-Sektor geäußert. Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte zudem gegenüber dem Handelsblatt betont, dass Infineon keine Liquiditätsprobleme habe. Die Zahlungsfähigkeit sei gesichert, und der Halbleiterhersteller stünde besser da als viele Konkurrenten. Goldman Sachs bestätigte Infineon am Morgen auf ihre Empfehlungsliste, während CSFB bei Halbleiteraktien ein Verlustpotenzial von bis zu 30 % befürchtet.

Auch Lufthansa setzten ihren Steigflug fort und notierten um 0,75 Prozent höher bei 12,05 Euro.

Daimler-Chrysler fielen dagegen um 0,10 Prozent auf 39,44 Euro. Nach den Worten von Vorstandschef Jürgen Schrempp wird der Konzern bis Ende dieses Jahres rund 1 500 neue Arbeitsplätze in der Region Stuttgart geschaffen haben.

Fresenius Medical Care bauten ihre Verluste vom Vortag weiter aus und bildeten erneut das Schlusslicht im DAX. Sie fielen die Titel 2,56 Prozent auf 83,51 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%