SAP führt Liste der Kursgewinner an
Gescheiterte Honeywell-Übernahme drückt deutsche Aktienkurse

Die deutschen Aktienmärkte haben sich am Dienstagabend freundlich gezeigt, jedoch einen Großteil ihrer anfänglichen Gewinne eingebüßt. Zuvor hatten in den USA Verluste von Luft- und Raumfahrtunternehmen wegen der gescheiterten Übernahme von Honeywell durch General Motors den Dow-Jones-Index in die Verlustzone gedrückt.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Dax notierte 0,95 % fester bei 5 924 Punkten, während der M Dax sich um 0,55 % auf 4 764 Zähler verbesserte. Für die Werte des Nemax 50 ging es um 0,52 % auf 1 474 Stellen hinauf. 0,17 % unter dem Vortagsschluss zeigte sich der Dow Jones bei 10 627 Zählern, während der Nasdaq Composite um 1,51 % auf 2 018 Stellen zulegte. Freundlich tendierten die meisten europäischen Börsenplätze, der EuroStoxx 50 gewann um 0,63 % auf 4 195 Stellen.

Mit deutlichem Abstand führten SAP die Liste der Kursgewinner mit einem Aufschlag von 7,45 % auf 165,10 ? an. Die Deutsche Bank hatte ihren Kunden die Aktie zum Kauf empfohlen, weil das Unternehmen von dem sich verlangsamenden Konjunkturtempo eher profitiere.

Commerzbank steigt nach Übernahmegerüchten

Übernahmegerüchte ließen Commerzbank um 2,45 % auf 29,30 ? ansteigen. So wollte Oliver Hauer, Aktienhändler der Hamburger Privatbank MM Warburg nicht ausschließen, dass die Investorengruppe Cobra die aktuelle Marktschwäche für weitere Investitionen nutze.

Die Erholung der Siemens-Aktie habe charttechnische Gründe, sagte René Gorodsinsky von der Baden Württembergischen Bank. Nachdem der Wert binnen einer Woche um über 10 ? verloren hatte, legte der Kurs nun um 2,44 % auf 75,13 ? zu.

Metro und Lufthansa sind die Tagesverlierer

Einen Tag vor ihrer Hauptversammlung zeigten sich Metro und Lufthansa als Tagesverlierer. Während die Aktie des Einzelhandelsriesen um 1,52 % auf 41,56 ? nachgaben, stürzten Lufthansa um 3,75 % auf 19,25 ?. Ausländische Anleger könnten nicht von der Steuergutschrift profitieren, die zusammen mit der Dividende gewährt werde, sagte Gorodsinsky. Sie trennten sich deshalb vor einer Hauptversammlung von ihren Stücken. Die Fluggesellschaft musste zudem Gerüchte dementieren, sie habe beim Einkauf von Treibstoff und Flugzeugen wenig Fortune bewiesen.

Die Europäische Notenbank (EZB) setze am Nachmittag den Referenzkurs des Euro auf 0,8563 (Vortag: 0,8581) fest. Die amerikanische Währung kostete damit 2,2840 (2,2793) DM. Der Rentenmarkt zeigte sich leichter. Der Bund-Future büßte um 0,26 % auf 106,98 Punkte ein, während der Rex 0,06 % leichter bei 112,11 Zählern notierte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite erneut bei 4,89 % fest.

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