SAP ist größter Verlierer im Dax
Dax im Gefolge freundlicher US-Börsen positiv

Die deutschen Standardaktien haben sich Händlern zufolge am Mittwoch auf Grund einer positiv tendierenden Wall Street freundlich gezeigt.

Reuters FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg bis zum späten Nachmittag 0,14 Prozent auf 6 635 Punkte, nachdem der Dow Jones-Index 30 führender Industriewerte in New York um 0,9 Prozent auf 10 602 Zähler zulegte. Im Dax standen erneut Kursverluste bei SAP und Daimler-Chrysler im Mittelpunkt.

Händler sagten, die positiv tendierenden US-Börsen hätten dem dem deutschen Markt, der im Tagesverlauf schlecht gestimmt gewesen sei, wieder Auftrieb gegeben. "Da engagieren sich große Fondsgesellschaften wieder", sagte ein Händler. Die warteten nur auf positive Signale, um wieder einzusteigen. Der alle Werte des Wachstumssegments Neuer Markt umfassende Nemax-All-Share-Index verringerte seinen Verlust auf ein Minus von 1,2 Prozent auf 3 186 Zähler, der Nemax-50 notierte 0,79 Prozent tiefer auf 3 361 Punkte. Beide Indizes hatten im Tagesverlauf Kursverluste von mehr als 3,5 Prozent erlitten.

Größter Verlierer im Dax waren SAP , die um 6,34 Prozent auf 162,50 Euro abrutschten. Nach dem Durchbruch der Unterstützungslinie bei 170 Euro sind Börsianern zufolge weitere Verluste zu befürchten. Am Vortag hatte die US-Investmentbank Schroder Salomon Smith Barney ihr Zwölfmonats-Kurziel von SAP herab gesetzt, was zusätzlich den Wert belaste, hieß es weiter.

Ein wichtiges Thema am Markt war Börsianern zufolge wiederum Daimler-Chrysler , gegen die wegen angeblicher Täuschung der Chrysler-Aktionäre eine Sammelklage eingereicht worden ist. Zuvor hatte der Großaktionär Kirk Kerkorian mit der gleichen Anschuldigung ein US-Gericht angerufen und Schadenersatz in Milliardenhöhe verlangt. Der Konzern erklärte, er halte Kerkorians Vorgehen für "völlig unbegründet" und werde daher keine Rückstellungen für ein Prozessrisiko bilden. Die Aktie gab am Mittwochvormittag 1,76 Prozent auf 45,83 Euro nach.

Der drohende Rechtsstreit belaste auch den Kurs des Daimler-Großaktionärs Deutsche Bank , sagte Händler. Die Aktie verlor 2,09 Prozent auf 86,65 Euro.

Die Aktie des Konkurrenten Dresdner Bank verloren 3,8 Prozent auf 42,90 Euro. Die Bank hatte zuvor mitgeteilt, eine deutlich aufgestockte Risikovorsorge bei der Hypothekentochter der Dresdner Bank werde das Ergebnis des Geldinstituts belasten. "Es wird unsere Ergebnis beeinflussen", sagte Dresdner-Vorstandssprecher Bernd Fahrholz am Rande einer Bankenveranstaltung in Frankfurt.

Auf der Gewinnerseite standen unter anderem Henkel , mit einem Plus von 3,63 Prozent auf 72,80 Euro. Eon zogen 2,9 und RWE mehr als fünf Prozent an. Der MDax für die mittelgroßen Werte tendierte am Nachmittag 0,6 Prozent höher bei 4 765 Punkten.

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