SAP
Kommentar: Zahlen, die Vertrauen schaffen

HB DÜSSELDORF. Die Aktionäre der SAP AG können vorerst aufatmen. Der Verkauf der Programme aus dem nordbadischen Walldorf lief in den letzten drei Monaten des zu Ende gegangenen Jahres wie geschmiert. Dass SAP so früh mit ersten Zahlen aufwartet, ist verständlich und gut. Der Konzern wollte Druck aus dem Markt nehmen. Nicht zuletzt die Gewinnwarnung des Software-Anbieters Intershop hatte diesen unerträglich werden lassen. Investoren waren angesichts der konjunkturellen Abschwächung im größten Software-Markt USA verunsichert. Der Wankelmut der Anleger sollte jetzt zumindest vorläufig ein Ende haben. Die aktuellen SAP-Zahlen können getrost als vertrauensbildende Maßnahme gewertet werden. Der Markt für Unternehmenssoftware, insbesondere für Programme zur Steuerung der Geschäfte im Internet, ist und bleibt intakt. Die SAP-Programme werden sich auch künftig gut verkaufen, wenngleich nicht mehr mit den gigantischen Wachstumsraten früherer Tage. Doch ein Umsatzplus von 20 bis 30 Prozent ist immer noch ansehnlich.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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