SAP-Kursrutsch wirkt nachteilig für Wachstumswerte
Neuer Markt im Sog der Nasdaq schwächer

Nachteilig auf die Stimmung wirkt sich der deutliche Kursrückgang der im Dax notierten SAP AG aus.

Reuters FRANKFURT. Die Aktienwerte am Frankfurter Neuen Markt haben sich am späten Mittwochnachmittag auf Grund einer negativen Tendenz an der US-Technologiebörse Nasdaq im Minus gezeigt. Nachteilig auf die Stimmung bei den deutschen Wachstumswerten wirke sich auch weiterhin der deutliche Kursrückgang des im Dax notierten Technologiekonzerns SAP AG aus, hieß es unter Händlern. Der Nasdaq - Composite-Index verlor bis rund drei Stunden nach Handelsbeginn 1,10 Prozent auf 2 705 Zähler. Er zog damit den alle Neue-Markt-Werte umfassenden Nemax-All-Share-Index 2,2 Prozent ins Minus auf 3 154 Punkte. Der Nemax-50-Index gab 2,3 Prozent auf 3309 Zähler nach.

Zuvor hatte sich der Nasdaq-Index sehr volatil gezeigt. Nach einem Kursrutsch zu Handelsbeginn auf ein Jahrestief bei 2 678 Punkten war das Börsenbarometer für die US-Technologiewerte für kurze Zeit deutlich ins Plus gedreht. Händler sagten, der Nasdaq-Index teste neue Tiefs, es sei nun nicht abzusehen, wohin die Wachstumstiteln in den kommenden Tagen tendierten.

Nach Ansicht von Hagedorn Carsten von M.M. Warburg fehlt es dem Markt noch immer am nötigen Vertrauen, Papiere zu kaufen und auch zu halten. Bei SAP hätten neben den US-Vorgaben Spekulationen um die Herabsetzung des Kursziels durch eine Investmentbank und der Durchbruch technischer Unterstützungslinien für massive Verkäufe gesorgt>, sagten Händler. Die Aktie rutschte um 6,6 Prozent auf 162,03 Euro ab und belastete Marktbeobachtern zufolge das Geschehen auch am Neuen Markt. Im Mittelpunkt in diesem Segment standen wiederum EM.TV, die bei hohen Umsätzen um 4,7 Prozent auf rund 20 Euro nachgaben. Der Filmrechte-Händler hatte in den vergangenen beiden Tagen unter Spekulationen um finanzielle Schwierigkeiten gelitten.

Einen Einbruch erlitt die Metabox AG, obwohl das Bankhaus M.M. Warburg ihre Aktien auf "Halten" von "Verkaufen" hochgestuft hatte. Ein neuer Auftrag für die Metabox habe die Glaubwürdigkeit des Unternehmens verbessert, teilte die Bank mit. Händler kritisierten jedoch, dass Metabox wie schon einmal nicht den Namen des Auftraggebers und Auftragsvolumen bekannt gegeben hatten. Nachdem Metabox am Vortag ihren Kurs verdoppelt hatten, seien vor allem Gewinnmitnahmen für den Kursrutsch von 26 Prozent verantwortlich.

Zeitweise bis zu 50 Prozent verloren die Aktien der ad pepper media International NV an Wert, nachdem der Online-Werbevermarkter seine Erwartungen für das laufende Jahr heruntergeschraubt hatte. Das Papier, dessen Notierung zunächst vom Handel ausgesetzt worden war lag am späten Nachmittag mit sechs Euro um 44,4 Prozent unter Vortagesschluss.

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