SAP mit minus 5,6 % größter Dax-Verlierer
Gewinnmitnahmen setzen Dax unter Druck

Die deutschen Standardwerte haben am Donnerstagnachmittag ihre Tagesverluste Händlern zufolge im Sog schwacher US-Futures ausgebaut.

rtr FRANKFURT. "Die momentane Konsolidierung des Marktes nach den jüngsten Anstiegen kommt nicht unerwartet", sagte Ralph Bachmann, Händler bei der Hessischen Landesbank. Am Markt gebe es eine mangelnde Kaufbereitschaft, der derzeitige Trend sei bedingt durch die schwache Vorbörse in den USA. "Solange sich der Markt über die Marke von 6000/6050 Punkten hält, sollte man sich keine Gedanken machen", sagte er weiter. Das Geschehen sei von dünnen Umsätzen geprägt. Dadurch sei die Volatilität der Kurse höher. Der Deutsche Aktienindex notierte rund eine halbe Stunde vor Börsenbeginn in den USA 1,55 % tiefer auf 6 118 Punkten. Im Abwind lagen vor allem Technologietitel.

Kurz zuvor hatte das US-Arbeitsministerium einen Anstieg der Zahl der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe mitgeteilt. So seien in der Woche zum 28. April 421 000 Anträge gezählt worden, nach 412 000 in der Woche davor, teilte die Behörde mit. Händler sagten, die Zahlen untermauerten die Verlangsamung des US-Wirtschaftswachtums, verstärkten damit aber die Erwartung einer baldigen Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed. "Eine große Auswirkung auf den Markt haben die Zahlen nicht, wir müssen die Veröffentlichung weiterer Konjunkturdaten am Freitag abwarten", sagte ein Frankfurter Händler. Am Freitag werden US-Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Die für die Eröffnung an den US-Börsen maßgeblichen Terminkontrakte signalisierten einen leichteren Handelsauftakt. Der Nasdaq-Future gab um 42 und der S&P-Future um 11 Punkte ab.

SAP auf Talfahrt

Im Dax bestimmten Kursverluste der Technologieaktien das Geschehen. Insbesondere Kurseinbußen bei der SAP-Aktie schickten den Index auf Talfahrt. Das Papier verlor mehr als 5,6 % auf 165 Euro. "Die Aktie ist in der letzten Zeit etwas heiß gelaufen", sagte Rene Gorodsinsky, Aktienhändler bei der Baden Bank. -Württembergischen Der Wert hatte seit Anfang April um rund 70 % zugelegt. Die Titel der Siemens-Tochter Epcos büßten nach Vorlage von im Rahmen der Erwartungen liegenden Quartalszahlen 5,54 % auf 69,95 Euro ein. Der Hersteller passiver elektronischer Komponenten hatte die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zum dritten Mal gesenkt.

Deutsche Bank im Plus

Die Aktien der Deutschen Bank verbuchten nach einem volatilem Verlauf ein Plus von 0,55 % auf 90,70 Euro. Die Bank hatte am Morgen ein über den Erwartungen liegendes Quartalsergebnis vorgelegt.

Fresenius gab frühe Gewinne ab

Die Aktie des Medizintechnik-Konzerns Fresenius Medical Care hatte dem Markttrend folgend ihre frühen Gewinne wieder vollständig abgegeben und verbuchte ein Minus von 1,46 % auf 84,25 Euro. Das Unternehmen hatte ebenfalls Quartalszahlen veröffentlicht, die im Rahmen der Erwartungen lagen.

Am Neuen Markt lasteten ebenfalls Gewinnmitnahmen auf den Wachstumswerten. Der alle Werte des Segements umfassende Nemax-All-Share-Index gab um 3,28 % nach, der Blue-Chip-Index Nemax-50 fiel um 4,5 %. Das Nebenwertesegment M-Dax notierte 0,36 % schwächer.

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