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SAP-Tochter SAP SI bekräftigt: Könnten Jahresziele übertreffen

Die SAP-Tochter SAP SI will auch nach Vorlage endgültiger Quartalszahlen ihre Prognosen für 2004 mindestens erfüllen. Der IT-Berater bestätigte am Dienstag in Dresden seine am 19.

dpa-afx DRESDEN. Die SAP SAP-Tochter SI will auch nach Vorlage endgültiger Quartalszahlen ihre Prognosen für 2004 mindestens erfüllen. Der IT-Berater bestätigte am Dienstag in Dresden seine am 19. Oktober vorgelegten vorläufigen Ergebnisse, wonach die SAP Systems Integration AG prozentual zweistellige Zuwächse im dritten Jahresviertel verbucht hat.

"Wenn wir unsere Jahresziele erreichen, dann am oberen Rand der Prognose-Spanne", sagte Finanzvorstand Joachim Miller der dpa-AFX. "Es könnte sein, dass wir sie sogar übertreffen", bekräftigte er seine Aussage von Mitte Oktober. Im laufenden Jahr peilt der IT-Dienstleister weiter ein Umsatzplus von acht bis zwölf Prozent und eine Ebit-Marge von 14 bis 15 Prozent an. In den ersten neun Monaten 2004 lag diese Marge bei 16,6 Prozent. Die Erlöse schnellten von Januar bis September um 26,1 Prozent auf 253,3 Mill. Euro hoch.

Miller sagte allerdings mit Blick auf die anstehende Hauptversammlung, es sei nicht einschätzbar, wie sich die Kunden der SAP SI wegen des möglichen Wegfalls der Börsennotierung verhalten. Die Aktionäre sollen bei dem Treffen Anfang nächsten Jahres den Rückzug der SAP SI von der Börse beschließen (Delisting). Der weltweit führende Unternehmenssoftware-Anbieter SAP hält derzeit 91,59 Prozent an der SAP SI. Mögliche SAP-SI-Kunden erwägen laut Finanzchef Miller auch wegen des geplanten Delistings, anstatt zu den Dresdnern gleich zum Mutterkonzern zu gehen. "Diesen Effekt können wir derzeit nicht abschätzen."

Quartalszahlen

Im dritten Quartal kletterte der Umsatz vor allem wegen eines starken Geschäfts im Kernmarkt Deutschland/Schweiz um 28,7 Prozent auf 90,8 Mill. Euro. In dem Hauptmarkt setzte SAP SI mit 81,7 Mill. Euro knapp ein Drittel (29,8%) mehr um als ein Jahr zuvor. In Amerika wuchsen die Erlöse um fast ein Fünftel (19,6%) auf 9,2 Mill. Euro. Wechselkursbereinigt hätte hier das Plus 30,0 Prozent betragen. Im Berichtzeitraum erzielte SAP SI 20,6 (Vorjahr: 18,4) Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Rund 84,2 (84,6) Prozent des Konzernumsatzes entfielen auf den Bereich Consulting und sonstige Erlöse.

Das Quartals-Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 60,8 Prozent auf 17,9 Mill. Euro (Jan-Sep: 42,1 Mill. Euro). Dies entspricht einer Ebit-Marge von 19,7 Prozent (Vorjahr: 15,8%). Die Zahl der Mitarbeiter stieg zum 30. September auch wegen Übernahmen auf 1943 Menschen (31.12.2003: 1 859). Die meisten (1 829) arbeiten in Deutschland und der Schweiz.

Auftragslage

Der Auftragsbestand stieg im Jahresvergleich von 129 auf 148 Mill. Euro. Gegenüber dem Vorquartal (154 Mill. Euro) schrumpfte er um rund vier Prozent. "Das ist nichts, was uns beunruhigt, denn es ist traditionell eine Tendenz im dritten Quartal", sagte Finanzchef Miller. Viele Kunden und Mitarbeiter seien während dieser Zeit in Urlaub gewesen. "Wir gehen derzeit davon aus, dass der Auftragsbestand im vierten Quartal gegenüber dem abgelaufenen Jahresviertel leicht steigen wird."

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