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SAP und Daimler drücken DAX ins Minus

Die Kursverluste der beiden Indexschwergewichte SAP und Daimler-Chrysler haben am Donnerstagnachmittag den Deutschen Aktienindex ins Minus geschoben.

dpa FRANKFURT. Der DAX sank zuletzt um 1,84 Prozent auf 6 832,94 Punkte. Am Neuen Markt rutschte der NEMAX 50 (Performance-Index) mit 5,29 Prozent auf 3 752,76 Punkte weiter ins Minus. Der MDAX aus 70 mittelgroßen Werten sank um 0,18 Prozent auf 4 899,00 Zähler.

"Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen in der Euro-Zone unverändert zu lassen, hat den Markt nicht sonderlich bewegt", erklärte Wolfgang Kuhl, Händler bei der BfG- Bank. Diese Entscheidung sei am Markt erwartet worden.



Deutliche Verluste von SAP

Der stärkste Verlierer im DAX, die Aktie von SAP , verlor zuletzt 5,53 Prozent und fiel auf 201,40 Euro. SAP hatte am Mittwoch bereits in New York deutliche Verluste hinnehmen müssen. "Die Walldorfer verlieren offenbar vor allem in Asien Mitarbeiter an andere Software- Unternehmen", erklärte ein Frankfurter Händler. Auch die Nachfrage nach PC-Chips verlangsame sich, das drücke auch auf die Kurse von Softwarewerten. "Momentan suchen Anleger einfach die schlechten Nachrichten", sagte ein Analyst.

Auch die anderen Technologietitel haben am Donnerstag ihre Aufwärtsbewegung vom Vortag abgebrochen. Infineon verloren 5,69 Prozent auf 45,55 Euro. Auch die Konzern-Mutter Siemens fiel um 3,01 Prozent auf 133,80 Euro. "Der Siemens-Kurs wird durch eine größere Verkaufsorder aus London belastet", erklärte Händler Kuhl. Bereits am Vortag waren im Handelsverlauf und nachbörslich größere Verkaufsaufträge im Markt.

Die Entscheidung der Regulierungsbehörde, dass die Deutsche Telekom ihren Konkurrenten ab Februar 2001 eine Großhandels-Flatrate für zeitlich unbegrenztes Internet-Surfen anbieten muss, hat der Aktie am Donnerstag ein leichtes Minus von 1,79 Prozent auf 40,55 Euro beschert.

Mehr zur Flatrate

Analyst Werner Stäblein von der BHF-Bank hält die Verpflichtung der Telekom, Konkurrenten den Internet-Angebote zum Festpreis zu ermöglichen, für eine Verschärfung des Wettbewerbs bei den Flatrate-Angeboten. Auch T-Online als Flatrate-Anbieter geriet am Neuen Markt unter Druck.

Schwach zeigte sich auch die Aktie von Daimler-Chrysler , die 3,05 Prozent auf 50,84 Euro abgab. Daimler-Chrysler sind von Goldman Sachs heruntergestuft worden, begründete Knut Hochwald, Aktienhändler bei der Hamburger Sparkasse, die Kursverluste.

Mehr zur Daimler-Chrysler-Herabstufung

Auch Volkswagen -Papiere fuhren mit einem Minus von 2,82 Prozent auf 56,90 Euro Kursverluste ein.

Der EuroStoxx50 gab zuletzt um 1,26 Prozent auf 4 989,58 Punkte ab. Die Börsen in London und Paris gaben jeweils rund ein Prozent nach.

Der Euro war am Devisenmarkt zuletzt 0,8565 US- Dollar wert. Der Dollar wurde bei 2,2833 DM umgesetzt.

Bei den Renten gab es eine leichte Aufwärtsbewegung. Der Bund Future zehnjähriger Staatsanleihen stieg zuletzt um 0,3 Prozent auf 105,99 Punkte. Der Rentenmarktindex REX stieg um 0,1 Prozent auf 110,58 Punkte. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag mit 5,19 (Mittwoch: 5,23) Prozent fest.

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