SAP und Oracle
Untrennbare Zwillinge

HB DÜSSELDORF. Auch wenn sich die Chefs von SAP und Oracle, Hasso Plattner und Larry Ellison, nicht sonderlich leiden können, es bleibt dabei: SAP und Oracle sind untrennbare Zwillinge - zumindest auf dem Börsenparkett. Hustet Oracle, ist die Erkältung bei SAP nicht fern. Da interessiert es wenig, dass hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Denn nach wie vor erzielt Oracle den größten Teil seiner Umsätze mit Datenbank-Programmen. Und eine angekündigte Nachfrageschwäche in ebenjener Sparte hat den Kurs des US-Konzerns einbrechen lassen. SAP folgt auf dem Fuß, auch wenn die Walldorfer Datenbank-Programme überhaupt nicht im Angebot haben.

Die Anleger mögen fluchen, ändern können sie diese Verbindung nicht. Auf dem Parkett werden so manch seltsame Bande geknüpft. Da kann eine SAP-Aktie schon mal unter Druck geraten, wenn es beim Chip-Spezialisten Intel nicht so rund läuft. SAP ist und bleibt eben eine Aktie für nervenstarke Investoren. Eines ist aber klar: Fundamentale Gründe für die jüngsten Kursabschläge gibt es nicht. Auch die in zwei Wochen zu erwartenden Neun-Monats-Zahlen dürften so schlecht nicht ausfallen. Allein der Megaauftrag des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, der in diesem Quartal gebucht wird, sorgt für einen kräftigen Umsatzschub. Anleger sollten also die Ruhe bewahren, auch wenn die Aktie in den kommenden zwei Wochen heftig ausschlägt.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt
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