SAP verlieren über zehn Prozent
Dax erwischt einen Fehlstart

Über 10 % verlieren allein die SAP-Vorzugsaktien. Aus einem erhofften freundlichen Auftakt auf dem Frankfurter Parkett wurde nichts.

vwd FRANKFURT. Mit schwachen Kursen zeigen sich die deutschen Aktien am Dienstagnachmittag. Der Dax verliert bis gegen 17.20 Uhr 106,35 Punkte oder 1,7 % auf 6 327,26 Punkte. Die erhoffte Jahresanfangs-Rally ist damit zunächst ausgefallen. Händler verweisen auf die Angst vor einer Rezession in den USA, angeheizt auch durch die Opec-Staaten, die den Ölpreis mit einer Förderkürzung wieder nach oben treiben wollen. Daneben sei der US-Einkaufsmanagerindex weit unter den Erwartungen ausgefallen.

Aber es gibt auch hausgemachte Impulse für den Weg der Aktien nach unten. Händler meinen, Intershop habe in der Nacht mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung die Hoffnung auf eine Jahresanfangs-Rally zerstört. Intershop sacken im Neuen Markt um 71 % ab und lasten auch auf Dax-Titeln wie SAP. SAP-Vorzüge fallen um 10,7 % auf 133,80 Euro, Siemens um 1,5 % auf 137,05 Euro und Infineon um 5,6 % auf 37,40 Euro. adidas verlieren 1,3 % auf 65,12 Euro, nachdem das Unternehmen einen Prozess in Frankreich verloren hat. Den Versuch, die erste Fußball-Liga mit einem Exklusiv-Vertrag an adidas zu binden, hatte ein Gericht als wettbewerbswidrig bewertet.

Auch die Finanztitel aus dem Banken- und Versicherungsbereich stehen unter Druck. Die am Morgen im Markt aufgekommenen Gerüchte über den Verkauf eines Paketes von Allianz-Aktien im Wert von rund einer Mrd Euro durch die Dresdner Bank belastet die Versicherung. Händlerangaben zufolge hätten daraufhin viele Kunden Teile ihrere Bestände ohne Limit gegeben. Allianz geben 2,6 % auf 388,40 Euro ab. Deutsche Telekom verlieren zwei Prozent auf 31,45 Euro. Auf der Gewinnerseite ziehen ThyssenKrupp um 4,5 % auf 17,25 Euro an, MAN um 4,6 % auf 28,350 Euro und Bayer um 3,2 % auf 57,65 Euro. Händler berichten hier von Umschichtungen aus einigen Technologiewerten in sicherere Titel.

Händler bewerten die Meldung über konkrete Zahlen für die Pläne des Brennstoffzellenautos bei Daimler-Chrysler positiv. Allerdings sei die Entwicklung eines solchen Modells nicht neu. DaimlerChrysler erholen sich um 0,3 % auf 44,89 Euro. Dagegen verbilligen sich VW um 1,9 % auf 54,60 Euro, und BMW zeigen sich unverändert bei 34,90 Euro.



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