SAP wieder Tagesverlierer
Deutsche Aktien schließen schwächer

Die Börsianer konnten nur kurz aufatmen. Der Dax verlor heute 58,42 Punkte oder 0,9 % auf 6 376,54 Zähler. SAP litten unter Gewinnmitnahmen und verloren 11,5 %. . Aktionäre brauchen Geduld . Analysten: Das Gröbste ist vorbei

vwd FRANKFURT. Schwächer haben die deutschen Aktien am Donnerstag geschlossen. Der Dax verlor 58,42 Punkte oder 0,9 % auf 6 376,54 Zähler. Händler sprachen vom "ganz normalen Verlauf" einer Korrekturphase. Der Dax habe "schließlich nur rund ein Drittel seiner Vortagesgewinne abgegeben", kommentierte man am Markt. In ausgewählten Titeln setzte sich die Hausse fort, begleitet allerdings von Portfolio-Umschichtungen. Da auf Grund des Überraschungseffekts der Zinssenkung "gekauft wurde, was an Material da war", kam es teilweise zu Abgaben bei stark überkauften Titeln.

Händler berichteten am Donnerstagnachmittag von kleineren Käufen durch Fonds. "Jetzt scheint es so langsam loszugehen", hieß es. Jedoch seien die großen Adressen derzeit nur an defensiveren Werten interessiert. Insgesamt warte der Markt wohl auf die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, die extrem schlecht ausfallen dürften. Damit wurden auch die sträkeren Verluste im späten Handel begründet. Gesucht waren weiterhin Technologiewerte mit Ausnahme von SAP.

SAP litten unter Gewinnmitnahmen und verloren 11,5 % auf 126,05 Euro. Gewinner unter den Tech-Titeln war Epcos, die nach Händlerangaben von einigen europäischen Adressen gezielt gesucht wurden. Epcos legten 6,3 % auf 95,65 Euro zu und Infineon 0,5 % auf 39,23 Euro. Auch bei den Banken zeichnete sich ein positives Bild ab. Während Dresdner Bank um 3,9 % auf 46,26 Euro zulegten, folgten HypoVereinsbank mit einem Plus von 3,8 % auf 62,05 Euro. Dresdner Bank profitierten noch immer von der gelungen Platzierung des Vortages, hieß es. Hier seien noch große Anschlußkäufe auszumachen.

Verlierer des Tages waren Versorger und die Chemie-Pharma-Titel, die auf breiter Front nachgaben. So verloren RWE 6,9 % auf 43,90 Euro und Tagesverlierer Schering bis 7,4 % auf 54,60 Euro. "Niemand will mehr die Werte für den sicheren Hafen", kommentierten Händler die Verluste. Die defensiven Werte seien lange und gut genug gelaufen. Allein BASF konnten sich in ein leichtes Plus retten. Henkel litten unter Meldungen, sich aus dem Waschmittelmarkt in den USA zurückziehen zu wollen. "Aber genau deswegen sind sie doch in den US-Markt gegangen", sagte ein Händler. Henkel geben 2,5 % auf 66,26 Euro ab.

Karstadt-Quelle stiegen als Reaktion auf vorhergehende Kursgewinne bei Metro um 4,7 % auf 35,60 Euro. Händler sahen darin die Reaktion eines Nachzüglers, der lange "außer Mode" gewesen sei. Auch DaimlerChrysler konnten ihr leichtes Plus trotz "desaströser" Absatzzahlen von Chrysler in den USA behaupten und stiegen um 4,2 % auf 47,60 Euro. Hier konnte sich auch eine Hochstufung durch die HypoVereinsbank als hilfreich erweisen.



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