SAP-Zahlen
Analysten haben noch mehr erwartet

Der Softwarekonzern SAP konnte eine deutliche Gewinnsteigerung melden. Analysten sind sich in der Beurteilung uneinig. Einige hatte noch mehr erwartet, andere empfehlen die Aktie zum Kauf.

rje DÜSSELDORF. An der Börse gerieten SAP nach Bekanntgabe der Zahlen kräftig unter Druck. Bis zum Mittag verlor die Aktie gut 5 %. Die Analysten hatten ein noch besseres Ergebnis erwartet: "Die Zahlen liegen am unteren Rand der Erwartungen, und das ist schlecht", sagte ein Händler. Analyst Brian Skiba von der Investmentbank Lehman Bros sagte, die Zahlen seien durchwachsen.



Es scheine, als wäre das Produktgeschäft von SAP sehr solide, aber das Dienstleistungsgeschäft scheine etwas Probleme zu machen. Im dritten Quartal war der Umsatz von SAP aus Beratung um 2 und aus Schulungen um 6 % gewachsen. Skiba sagte weiter, auch der Amerika-Umsatz hätte angesichts der Dollar-Stärke noch ein wenig stärker ausfallen sollen als mit Plus 17 % ausgewiesen.

Berenberg Bank: SAP langfristig kaufen



Marc Osigus von der Berenberg Bank bestätigt der SAP AG jedoch ein "solides 3. Quartal". Ein positives Zeichen für die zunehmende Akzeptanz der SAP-Produkte sei der überproportionale Anstieg der Umsätze mit Softwarelizenzen. Die Internetplattform mySAP sieht Osigus als Wachstumsmaschine. Der mit diesem Produkt erzielte Umsatz mit 61 % der Softwareerlöse eine Hauptumsatzquelle des Unternehmens dar. Im Internet sei SAP auf dem richtigen Weg: "SAP war in der Lage, als weltweit erste Firma, die komplette Wertschöpfungskette webbasiert abzubilden. Davon wird das Unternehmen auch mittelfristig profitieren."

"Quartal war o.k."

Alla Gorelova vom Bankhaus Sal Oppenheim sagte, der Umsatz von SAP habe leicht und das Ergebnis deutlicher unter den Erwartungen gelegen. "Insgesamt war das Quartal o.k.", sagte sie. Die beste Nachricht sei die vom Geschäft mit mySAP.com gewesen. "Das ist ein guter Indikator, dass sich das Produkt gut entwickelt", sagte sie. Zum Rückgang des SAP-Kurses sagte sie, derzeit müssten Technologiefirmen die Erwartungen offenbar übertreffen, um an der Börse positive Reaktionen zu erzeugen.

Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck sagte, im vierten Quartal sollte der Gewinn von SAP zumindest auf dem Vorjahresniveau oder noch darüber liegen. In der ersten Jahreshälfte habe SAP hohe Marketingkosten gehabt, und die fielen nun nicht mehr an. "Ich kann im Moment eigentlich keinen Schwachpunkt erkennen, außer, dass der Gewinn im dritten Quartal etwas unter dem Konsens war.

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