Sarkozys Liebesurlaub am Nil
„Lärm und Halligalli“

Präsident Nicolas Sarkozy urlaubt mit Freundin - und nervt die Franzosen.

lud/HB PARIS. Präsident mag er geworden sein - sonderlich beliebt bei den Franzosen ist er längst nicht mehr: Nicolas Sarkozy. In der zum Jahresausklang veröffentlichten traditionellen Umfrage für "Le Journal du Dimanche" dominieren Sportler, Film- und Showstars. Der erste Mann im Staate steht als zweiter Politiker unter ferner liefen auf Platz 32. Kein Wunder?

Sänger und Ex-Tennisstar Yannick Noah, der sich den Ehrentitel des beliebtesten Franzosen in diesem Jahr von Fußballer Zinedine Zidane zurückerobert hat, erklärt sich des Präsidenten bescheidene Popularitätswerte so: "Was hat er gemacht außer Lärm und Halligalli?" Sarkozy sei arrogant. "Das Zeigen des Reichtums, der Zynismus schockieren mich. Die Desinformation schockiert mich. Alles schockiert mich", wettert Noah. "Das ist der König mit seinem Hofstaat, und seine Kurtisanen fallen auf die Knie."

Nun, auf den Knien hat Carla Bruni den Präsidenten sicher nicht bitten müssen. Der Songwriterin, die schon in den 90ern als Top-Modell so manchem Promi den Kopf verdrehte, liegen und lagen die Männer zu Füßen. Die aus Italien stammende Bruni, die 2003 eine erfolgreiche Karriere als Sängerin startete, soll schon mit den Rockstars Mick Jagger und Eric Clapton sowie dem US-Geschäftsmann Donald Trump liiert gewesen sein. Nun also auch Monsieur le Président.

Was vor knapp zwei Wochen mit ein paar Schnappschüssen in Disneyland und viel Spekulationen begann, hat über Weihnachten halb offiziellen Charakter angenommen: Am Dienstag traf das Paar zu einem privaten Besuch in Ägypten ein. Zurückhaltung haben sich die zwei dabei nicht mehr auferlegt: Händchenhaltend entstiegen der Staatschef und das Model in Luxor einem Privatjet und nächtigten im Luxushotel Old Winter Palace.

Offenes Hemd, schwarze Sonnenbrille und glitzernde Rolex: Betont lässig posiert Sarkozy wenig später mit seiner neuen Eroberung vor den Fotografen. In Anspielung auf die Rapper, die mit ihren glitzernden schweren Goldketten und schönen Geliebten ihren Reichtum zur Schau stellen, nennt ihn die Zeitung "Libération" den "Bling-Bling-Präsidenten". Bis zum Sommer hatte Sarkozy noch öffentlich seiner Frau Cécilia ewige Liebe geschworen. Doch seit das Ex-Model ihn sitzen ließ, umgibt Sarkozy sich wie ein Latin Lover mit schönen Frauen.

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