SARS-Sorgen lasten auf dem Markt: Tokioter Börse schließt nahe am 20-Jahres-Tief

SARS-Sorgen lasten auf dem Markt
Tokioter Börse schließt nahe am 20-Jahres-Tief

Händler sagten, das schwache Ergebnis des Unterhaltungselektronikkonzerns Sony und die verhaltenen Prognosen von Firmen wie Mitsubishi Electric belasteten den Markt. Zudem hätten sich die Marktteilnehmer vor dem nationalen Feiertag am Dienstag zurückgehalten.

Reuters TOKIO. Die Börse Tokio hat sich am Montag erneut schwächer gezeigt und hat nahe einem neuen 20-Jahre-Tief geschlossen. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index sank im Verlauf bis auf 7 603,76 Punkte und schloss dann um 1,19 Prozent tiefer bei 7 607,88 Zählern. Bereits am Freitag hatte die Börse mit einem Schlussstand von 7 699,50 Punkten den niedrigsten Stand seit November 1982 markiert. Der breiter gefasste TOPIX- Index gab um 1,14 Prozent auf 773,10 Punkte nach.

Abgesehen vom "Sony-Schock" und den negativen Prognosen lasteten zunehmend auch Sorgen über die weitere Verbreitung der Lungenkrankheit SARS auf dem Markt. Vor allem die Entwicklung in China, einem von Japans wichtigsten Exportmärkten, dürfte die japanische Wirtschaft beeinflussen, hieß es.

Sony sackten erneut um das Tageslimit von 500 Yen oder 15,5 Prozent auf 2720 Yen ab. Dies ist der tiefste Stand seit siebeneinhalb Jahren. Einschliesslich der bereits am Freitag erlittenen Kursverluste büssten Sony damit über ein Viertel ihres Werts ein.

Vor allem Sonys Prognose eines erwarteten Betriebsergebnisses im Konzern von 130 Milliarden Yen im Geschäftsjahr 2003/04 (zum 31. März) verunsicherte die Anleger. Dies wäre ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent und das schlechteste Ergebnis seit neun Jahren. Sony hatte vorige Woche für 2002/03 einen Konzernreingewinn von 115,5 Milliarden Yen ausgewiesen und damit das Ziel von 180 Milliarden Yen weit verfehlt.

Auch die Aktien von Mitsubishi Electric belasteten den Markt mit einem Kursrückgang von 4,7 Prozent auf 307 Yen. Mitsubishi hatte mitgeteilt, der Konzern erwarte 2003/04 einen Reingewinn von fünf Milliarden Yen, was deutlich unter den Markterwartungen liegen würde.

Aktien von Firmen, die positive Voraussagen machten, hätten Investoren hingegen angelockt, hiess es. Dazu gehörten der Büromaschinen- und Kamerahersteller Canon oder Autowerte wie Honda.

Zu den grössten Gewinnern zählten auch die Aktien des Herstellers von medizinischem Mundschutz, Vilene, die wegen der Furcht vor der Lungenkrankheit SARS 13,9 Prozent auf 425 Yen hoch schnellten.

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