SARS und Irak-Krieg belasten: Asiens Märkte rutschen weiter ab

SARS und Irak-Krieg belasten
Asiens Märkte rutschen weiter ab

Die Märkte in Fernost haben ihre Talfahrt am Dienstag moderat fortgesetzt. Die Ausbreitung der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS und der Irak-Krieg drückten weiter auf die Stimmung der Investoren, sagten Händler.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Der Dollar präsentierte sich gegenüber dem Euro und dem Yen auf niedrigem Niveau, erholte sich aber zuletzt von seinen Tagestiefstkursen. Der Goldpreis und die Kurse der festverzinslichen Anleihen waren wenig verändert. Sie waren am Vortag kräftig gestiegen, da sie als sicherer Anlagehafen bevorzugt wurden. Die Terminkontrakte auf Öl stiegen angesichts des sich hinziehenden Irak-Krieges weiter.

Die asiatische Leitbörse in Tokio präsentierte sich mit moderaten Kursabschlägen insgesamt gehalten. Der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, rutschte zeitweise um 0,2 bis 0,3 % ins Minus, schloss aber mit einem leichten Plus von 0,2 % auf 7986,72 Punkten. Die Börse in Hongkong setzte ihre Talfahrt fort, allerdings nicht ganz so schnell wie am Vortag.

Die Börsen in Fernost folgten damit den schwachen Vorgaben der Wall Street, wo der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte knapp zwei Prozent auf 7992,13 Punkte und der technologielastige Nasdaq-Index gut zwei Prozent auf 1341,17 Punkte verloren hatte.

Händler begründeten die schlechte Stimmung an den Märkten vor allem mit der Enttäuschung über den Kriegsverlauf in Irak, wo die von den USA geführten Truppen anders als von vielen Investoren erwartet nicht so schnell vorrücken können. Sollte der Krieg länger dauern, könnten die Auswirkungen auf die Wirtschaft noch schwerwiegender sein als bislang schon angenommen, hieß es. Der Ausbruch von SARS, der weite Teile des öffentlichen Lebens in vielen asiatischen Ländern - vor allem aber in Hongkong und Singapur - lahmgelegt hat, belaste zusätzlich. Die Epidemie schade dem Tourismus und dem regionalen Einzelhandel, da viele Menschen aus Angst vor einer Ansteckung zu Hause blieben. Auch sei die Produktivität der Länder betroffen, da die Geschäftstätigkeit der Unternehmen zurückgehe.

Der Dollar konnte sich in Fernost von seinen zeitweise erreichten Tagestief gegenüber dem Yen erholen. Im Schlussgeschäft holte er auch zum Euro etwas auf, so dass die Gemeinschaftswährung auf das Niveau des EZB-Referenzkurses vom Vortag von 1,0895 Dollar abbröckelte. Der Goldpreis war in Hongkong mit 336,85 Dollar kaum verändert. Die Kurse der festverzinslichen US-Staatsanleihen, die Übernacht in Tokio gehandelt werden, zogen weiter an. Der Preis für einen Barrel (159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent stieg im frühen Geschäft für um 86 Cent auf 27,22 Dollar.

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