SARS und schwache Weltkonjunktur: Asiatische Entwicklungsbank senkt Wachstumsprognose

SARS und schwache Weltkonjunktur
Asiatische Entwicklungsbank senkt Wachstumsprognose

Wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS und einer unsicheren Erholung der Weltwirtschaft hat die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) ihre Wachstumsprognose für die Region (ohne Japan) in diesem Jahr auf 5,3 % von noch im Dezember erwarteten 5,6 % gesenkt.

Reuters MANILA. Falls die lebensgefährliche Seuche SARS nicht bis etwa Mitte Mai unter Kontrolle gebracht worden sei, würden die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Asien noch stärker ausfallen, erklärte die Entwicklungsbank. Gelinge jedoch eine schnelle Kontrolle der Krankheit, sei 2004 eine Wachstumsrate von 5,9 % möglich. "Die Aussichten für 2003 sind wegen der wirtschaftlichen Schwäche in den Industriestaaten und Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Irak-Konflikt sowie dem Ausbruch von SARS getrübt", erklärte die ADB. Auch die Weltbnak hatte in der vergangenen Woche ihre Wachstumsprognose für Ostasien ohne Berücksichtigung von Japan auf 5,0 von 5,5 % gesenkt.

Das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) hat sich seit Ende 2002 von Südchina auf mehr als 20 weitere Staaten ausgebreitet. Weltweit wurde am Montag von mindestens 5300 Fällen und 318 Toten berichtet. Die meisten Opfer wurden in Südost-Asien registriert, am stärksten betroffen ist China. Auch in Kanada werden mittlerweile 21 SARS-Tote gezählt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte allerdings am Montag mit, die lebensgefährliche Lungenkrankheit SARS habe nach ihrer Einschätzung vier der am längsten betroffenen Staaten - Kanada, Singapur, Hongkong und Vietnam - ihren Höhepunkt erreicht, jedoch nicht in China.

China wird von der ADB weiterhin als Wachstumsmotor mit hohem Importbedarf gesehen. Die ADB unterstellt jetzt ein Wachstum für 2003 von 7,3 (alte Prognose 7,2) Prozent und für 2004 eines von 7,6 %. "Die starke wirtschaftliche Leistung wird voraussichtlich anhalten, auch wenn sich das Wachstum 2003 bis 2004 leicht verlangsamt", hieß es in dem ADB-Bericht.

Furcht vor einer weiteren Ausbreitung von SARS belastete am Montag den Aktienmarkt in Taiwan. Die Börsen von Hongkong und Singapur profitierten dagegen vom WHO-Bericht und schlossen fester.

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