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SAS schließt Terroranschlag aus

Nach dem Flugzeugunglück in Mailand hat die skandinavische Fluggesellschaft SAS drei Flugzeuge mit Spezialisten nach Italien geschickt. Sie sollen die Ursache der Kollision der SAS-Maschine mit einer Cessna 525 vom Montagmorgen klären und sich um die Angehörigen kümmern.

dpa STOCKHOLM. Auf dem Kopenhagener Flugplatz Kastrup wurde ein Krisenzentrum für Betroffene eingerichtet. Angehörigen solle auch der sofortige Flug nach Mailand ermöglicht werden, wenn sie dies wünschten, hieß es bei einer Pressekonferenz am Montag mit SAS-Konzernchef Jörgen Lindegaard.

Das skandinavische Unternehmen bestätigte, dass 104 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord der verunglückten Maschine vom Typ MD 87 waren. Sicherheitschefin Mari Erling wollte aber keine Angaben über die Nationalitäten an Bord machen.

Wie zuvor auch italienische Behörden schloss Lindegaard einen terroristischen Hintergrund des Unglücks mit mehr als 110 Toten aus: "Es gibt bisher nichts, was auf einen Zusammenhang mit Terrorismus oder auf einen Anschlag hindeutet."

Lindegaard erklärte, das Unglück habe "einen Tag der Trauer bei SAS" ausgelöst. Er weigerte sich, auf Fragen nach finanziellen Einbußen für das halbstaatliche Unternehmen zu antworten. SAS wird von Dänemark, Schweden und Norwegen gemeinsam betrieben. Mit Blick auf den drastischen Rückgang im Passagieraufkommen seit den Terroranschlägen in den USA sagte Lindegaard aber: "Es stimmt, dass uns dieses Unglück zu einem besonders schwierigen Zeitpunkt trifft."

SAS werde auch deshalb selbst alle Hintergründe für das Geschehen auf dem Mailänder Flughafen Linate "ganz besonders gründlich bis ins letzte Detail untersuchen".

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