Sat.1 produziert jährlich zwischen 25 und 28 Fernsehfilme, wovon etwa 15 bei unabhängigen Produzenten in Auftrag gegeben werden
Privatsender Sat.1 hält an Spielfilmproduktionen fest

"Wir setzen auch in Zukunft auf dieses Genre, das eine wesentliche Programmsäule zur Abgrenzung von anderen Sendern ist", sagte Sat.1-Geschäftsführer Martin Hoffmann am Freitag in Berlin. Allerdings müsse Sat.1 auch in diesem Bereich sparen.

Reuters BERLIN. Am Sonntag und Montag strahlt der Sender den Zweiteiler "Tanz mit dem Teufel" aus. Der im Sat.1-Auftrag produzierte Film über die Entführung des Industriellensohnes Richard Oetker hat rund zwölf Mill. DM gekostet.

Der stellvertretende Vorsitzende von KirchMedia, Jan Mojto, sagte, einzelne Filmproduktionen müssten im nächsten Jahr weniger kosten. Mit der für das kommende Jahr geplanten Fusion von ProSieben Sat.1 und der Muttergesellschaft KirchMedia werde sich an der Programmgestaltung und der Auswahl der Produktionsfirmen nichts ändern, sagte Mojto weiter. Er setze auf eine bessere Vermarktung der deutschen Fernsehfilme im Ausland.

Derzeit decke Sat.1 aus diesen Erlösen zehn bis 15 % der jeweiligen Produktionskosten. US-Filme spielten dagegen bis zu 50 % der Kosten durch die Vermarktung im Ausland ein. Beim Auslandsabsatz von "Tanz mit dem Teufel" setze der Sender auf den durch die Serie "Kommissar Rex" international bekannt gewordenen Schauspieler Tobias Moretti, der eine Hauptrolle in dem Zweiteiler spielt.

Hoffmann zufolge hat Sat.1 nach den Anschlägen auf die USA Veränderungen im Zuschauerverhalten festgestellt. Melodramen würden jetzt bevorzugt. Noch zu Beginn des Jahres seien vor allem romantische Komödien beim Publikum beliebt gewesen. Sat.1 produziert jährlich zwischen 25 und 28 Fernsehfilme, wovon etwa 15 bei unabhängigen Produzenten in Auftrag gegeben werden.

Die Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media AG hatte in den ersten neun Monaten 2001 erheblich unter der Flaute auf dem TV-Werbemarkt gelitten und einen Einbruch des Vorsteuergewinns von fast 50 % auf 34,6 Mill. ? erlitten. Der Sender Sat.1 schreibt ProSiebenSat.1 Media zufolge rote Zahlen: In den ersten neun Monaten 2001 belief sich der Verlust vor Steuern auf fast 68 Mill. ?.

In KirchMedia sind die Produktion, der Rechtehandel und das frei empfangbare Fernsehen der Kirch-Gruppe zusammen gefasst. Mit der Fusion mit ProSiebenSat.1 Mitte 2002 entsteht einer der größten europäischen Medienkonzerne.

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