Satellitenbetreiber setzen auf Datenkommunikation
Internet via Satellit

Die Satellitenbetreiber denken um. War das Geschäft vor Jahren noch zu einem Großteil von Rundfunk- und Fernsehangeboten geprägt, bestimmt jetzt mehr und mehr die digitale Datenkommunikation das Geschäft.

no DÜSSELDORF. Die Eutelsat-Satellitenflotte mit insgesamt 19 Satelliten versorgt derzeit 19 Millionen Kabel- und Satellitenhaushalte in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten mit mehr als 850 digitalen und analogen Programmen. Insgesamt nutzen diese Fernsehübertragungen lediglich 56 Prozent der gesamten Übertragungskapazitäten. 40 Prozent, so das Eutelsat-Unternehmen, werden bereits heute für die digitale Datenübertragung wie Internet-Hochgeschwindigkeitszugänge - Internet über Satellit kann eine Bandbreite von bis zu 150 Megabit pro Sekunde bereitstellen - und Internet-Backbone Verbindungen benötigt.

Ähnlich sieht es bei der Konkurrenz von Astra aus. SES, der Satellitenbetreiber aus Luxemburg, hat schon 1997 die Astra-Net gegründet. Astra-Net dient dem SES-Konzern als offene Plattform für die schnelle Datenübertragung. Der kommerzielle Start ist für Ende 2001 vorgesehen. Derzeit werden rund sieben Prozent der Gesamtkapazitäten des Astra-Systems für Internet- und Datendienste genutzt.

Internet über Satellit hatte bislang ein großes Manko: Die Kommunikation erfolgte nur in eine Richtung, und zwar vom Satelliten zum User. Mindestens ein analoges Modem war nötig, um die Befehle zum Satelliten zu schicken. Die Folge: Internet aus dem All ist relativ teuer. Jetzt haben die Satellitenbetreiber ihre Anlagen aufgerüstet. Die Kommunikation wird in Zukunft bidirektional erfolgen und somit eröffnet sich für die Unternehmen ein neues Geschäftsfeld. Das Marktforschungsinstitut Gartner Group prognostiziert in den kommenden vier Jahren 7,2 Millionen Internet-Satellitenstationen weltweit, davon alleine zwei Millionen in Europa.

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