Sattes Wachstum
China Mobile spürt erste Zeichen der Marktsättigung

China Mobile, hinter Vodafone der zweitgrößte Mobilfunk-Konzern der Welt, erfüllt die Erwartungen der Analysten.

olm HONGKONG. Der Reingewinn stieg im Vorjahr um 55 %. Allerdings lässt das Kundenwachstum nach und der Umsatz pro Kunde sinkt.

2001 fuhr China Mobile 28 Mrd. Yuan (3,85 Mrd. Euro) Gewinn ein; der Umsatz des Konzerns stieg um 54 % auf 100 Mrd. Yuan, der Betriebsgewinn (Ebitda) sogar um 61 % auf 60,3 Mrd. Yuan. Das satte Wachstum verdankt das Unternehmen hauptsächlich den zwei Millionen Neukunden, die es im Monatsdurchschnitt hinzu gewann. Ende Februar kam Mobile auf 72,8 Millionen Kunden. Allerdings brach der durchschnittliche Monatsumsatz pro Nutzer wie erwartet ein: Weil die allermeisten Neukunden nur billige, vorausbezahlte Telefonkarten kaufen, ging er von 221 Yuan im Jahr 2000 auf 145 Yuan zurück. Das glich China Mobile zum Teil durch Einsparungen bei den Investitionskosten aus. Sinkende Kosten für Telekom-Ausrüstung machten das möglich. Auch 2002 will Mobile 1 Mrd. $ weniger ausgeben als die ursprünglich eingeplanten 5,4 Mrd. $.

Bei der Vorlage des Jahresergebnisses zeigte sich Konzernchef Wang Xiaochu zuversichtlich, dass der geplante Kauf von Mobilfunknetzen in acht Provinzen von der Muttergesellschaft noch im ersten Halbjahr gelingen werde. Analysten schätzen den Wert dieses Deals auf bis zu 12 Mrd. $ und die Zahl der so gewonnenen Neukunden auf 22 Millionen. Trotz des soliden Wachstums ist die Aktie in den vergangenen drei Monaten um 12 % eingebrochen; seit einem Jahr waren es sogar 34 %. Anleger befürchten, schärferer Wettbewerb werde künftig China Mobiles Gewinne unterhöhlen. Das Duopol von China Mobile und China Unicom erwartet neue Konkurrenz durch die Vergabe von zwei weiteren Mobilfunklizenzen, eventuell im kommenden Jahr. Außerdem zeigt der Mobilfunkmarkt der Volksrepublik erste Zeichen der Marktsättigung.

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