Saudiarabischer Innenminister vermutet persönliche Hintergründe
Keine politischen Motive bei Auto-Explosion in Riad

Die Explosion eines Autos in der saudiarabischen Hauptstadt Riad, bei der am Wochenende ein Deutscher getötet worden war, hat nach Einschätzung des saudiarabischen Innenministers sehr wahrscheinlich keinen politischen Hintergrund.

Reuters RIAD. Innenminister Prinz Najef sagte der Tageszeitung "El Riad": "Ich bin sicher, dass höchst wahrscheinlich keine Saudi-Araber, Moslems oder Araber verwickelt sind." Hinter dem Bombenanschlag dürften - ebenso wie bei anderen - persönliche Gründe stehen. "Wir stehen noch am Anfang der Ermittlungen und benötigen noch Zeit, um die Wahrheit zu erfahren."

In Saudi-Arabien hat es in der Vergangenheit eine Reihe von Bombenanschlägen gegeben, die die Behörden in einen Zusammenhang mit Fehden zwischen Alkoholschmugglerbanden brachten. Im Juni war ein britischer Bankier bei einem Bombenanschlag auf sein Auto getötet worden.

Beobachter schließen jedoch nicht aus, dass die Anschläge durch Hass auf den Westen motiviert waren. In dem konservativen moslemischen Land stehe der Westen bei vielen in dem Ruf, für Israel im Nahost-Konflikt mit den Palästinensern einseitig Partei zu ergreifen.

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