Schaaf beklagt ständig neue Verletzte
Bremen hofft auf neues Wunder

Der Ligaalltag lässt Wünsche offen, doch in der Königsklasse soll beim deutschen Meister Werder Bremen alles anders laufen.

BRÜSSEL. Wenn die Gegenwart eher farblos wirkt, wendet sich der Mensch gern in die Vergangenheit. Werder Bremen und RSC Anderlecht, da war doch was? Ziemlich genau vor elf Jahren, in einer eisigen Dezembernacht, da spielten die Bremer in einem Champions-League-Gruppenspiel gegen die Belgier und lagen zur Pause 0:3 zurück. Am Ende gewannen sie 5:3 und ein "Wunder von der Weser" war produziert.

Heute treffen sich die Teams wieder zum Gruppenspiel in der Champions League, diesmal allerdings in Brüssel, der Heimat des RSC. Aber wieder hoffen die Bremer auf ein kleines Wunder. Denn es geht ihnen nicht gut zur Zeit. In der Bundesliga wackeln sie von Spieltag zu Spieltag, haben viermal gewonnen, aber auch viermal verloren - Mittelmaß. Da sieht sich ein amtierender deutscher Meister nicht gerne. Auch nicht, wenn kaum einer erwartet hatte, dass der Kraftakt der Vorsaison wiederholbar sei.

Doch im Gegensatz zur vergangenen Saison muss Trainer Thomas Schaaf damit umgehen, dass er sein Team immer wieder neu zusammenbauen muss. Ständig hat er neue Verletzte. Krisztian Lisztes fehlt schon länger, wie auch Daniel Jensen und Ümit Davala. Gustavo Nery hat auch noch nicht oft gespielt und seine Rehamaßnahmen bei einem brasilianischen Wunderheiler werden eher argwöhnisch registriert. Frank Fahrenhorst wurde von Bayern-Spieler Michael Ballack kürzlich das Nasenbein gebrochen und nun erwischte es auch noch Tim Borowski, der wegen eines Bänderrisses am Sprunggelenk für zwei Wochen ausfällt. Konsequenz: Abwehr und Mittelfeld sind ihrer größten Stärke beraubt - der Abstimmung.

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