Schaden von einer halben Million Mark
Anschlag auf ICE bei Karlsruhe immer wahrscheinlicher

Bei der Panne eines ICE in der Nähe von Karlsruhe verdichten sich die Hinweise auf einen Anschlag. Nach Angaben der Karlsruher Polizei vom Freitag besteht die auf den Gleisen entdeckte Platte aus Stahl von minderer Qualität.

dpa KARLSRUHE. Damit könne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass das Metallstück Bauteil eines Güterzugs ist, sagte Polizeisprecher Andreas Dahm. Bisher hatte die Polizei geprüft, ob sich das 60 Kilogramm schwere Teil zufällig von einem anderen Zug gelöst und auf die Schienen gefallen sein könnte.

Der ICE 992 von München nach Frankfurt war am Dienstag kurz vor einer Brücke bei Bretten mit rund 250 Stundenkilometern über die Stahlplatte gerast. An dem ICE und am Gleisbett entstand ein Schaden in Höhe von einer halben Million Mark (256 000 Euro). Die 183 Fahrgäste des Zuges kamen mit dem Schrecken davon.

Nach Angaben der Experten handelt es sich bei der Stahllegierung der 40 mal 40 Zentimeter großen Platte um eine "Fehlschmelze". Möglicherweise sei das Teil eine schon mehrere Jahre alte Einzelanfertigung. Darauf deuteten die Oberflächenstruktur sowie ältere Beschädigungen hin.

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