Schadensersatz
5,5 Millionen Dollar für Passivrauchen

Eine Flugbegleiterin in Florida hat ihren Prozess gegen vier Tabakunternehmen gewonnen und bekam Schadenersatz in Höhe von 5,5 Millionen Dollar zugesprochen.

Wiwo/ap MIAMI. Lynn French machte die Arbeit an Bord für ihre chronische Nebenhöhlenentzündung verantwortlich; sie war 14 Jahre als Flugbegleiterin tätig, bevor das Rauchen auf amerikanischen Inlandsflügen 1990 verboten wurde. Zur Zahlung verurteilt wurden Philip Morris, R.J. Reynolds Tobacco, Brown and Williamson und Lorillard.

French zeigte sich überrascht und erleichtert von dem Urteil. "Ich glaube, der Gerechtigkeit würde genüge getan", sagte sie. Während des Prozesses in Miami hatten die Anwälte der Zigarettenhersteller angeführt, Nebenhöhlenentzündungen würden meist von Bakterien und Allergien ausgelöst und nicht durch Passivrauchen. Frenchs Anwalt sagte den Geschworenen, die Ärzte, die für die Unternehmen ausgesagt hätten, seien dafür bezahlt worden.

Auf Grund einer Sammelklage von 1997 mussten die Geschworenen jedoch davon ausgehen, dass Passivrauchen eine chronische Nebenhöhlenentzündung verursacht. Die Klagen von etwa 3. 125 weiteren Flugbegleitern gegen Tabakunternehmen stehen noch aus.

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