Schadenssummen deutlich gestiegen
2002 war kein schönes Jahr für Versicherungen

Das Schadensausmaß des Herbststurmes vom Wochenende ist nach Angaben der Versicherungswirtschaft noch nicht bekannt.

HB/dpa BERLIN. Bisher liege keine Übersicht vor, erklärte Stephan Schweda vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag in Berlin. Er verwies zugleich darauf, dass die an Häusern und Autos entstandenen Schäden in der Regel versichert seien. Ab Windstärke acht herrsche nach den Versicherungsbedingungen Sturm, so dass die Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen für Schäden aufkämen.

Ungeachtet des Sturmtiefs ist die Versicherungswirtschaft auf ein besonders schwieriges Jahr eingestellt. "2002 war auch ohne das jüngste Unwetter in Sachen Sturmschäden kein schönes Jahr", sagte Schweda. Die Ausgaben der Versicherer würden steigen. Genaue Angaben könnten aber noch nicht gemacht werden.

Schon vor den schweren Stürmen Anfang Juli dieses Jahres und vor der Hochwasserflut waren nach früheren GDV-Angaben die Schadenssummen allein bei Wohngebäudeversicherern um 18 Prozent gestiegen. Der Aufwand für Schadenszahlungen hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt bei schätzungsweise drei Milliarden Euro bewegt. Bereits im Frühjahr fegten Orkane über die Bundesrepublik. Es habe deutlich mehr Stürme und Schäden gegeben als im vergangenen Jahr, hieß es beim GDV.

Angesichts der Schadensentwicklung denken die Anbieter von Wohngebäudeversicherungen seit längerem über Prämienanhebungen nach. Dies werde sich spätestens zum Jahresende entscheiden. "Eine Bilanz kann erst zum Schluss gezogen werden."

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