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Schäden durch Ivan und Taifun Songda kosten Swiss Re rund 300 Millionen Dollar

Die vom Hurrikan Ivan und dem Taifun Songda angerichteten Schäden werden den Schweizer Versicherungskonzern Swiss Re voraussichtlich mit rund 300 Mill. Dollar vor Steuern belasten. Diese Belastung auf Basis aktueller Einschätzungen käme zum geschätzten Gesamtschaden von 290 Mill. Dollar vor Steuern für die Wirbelstürme Charley und Frances hinzu, teilte der Rückversicherer am Freitag in Zürich mit.

dpa-afx ZÜRICH. Die vom Hurrikan Ivan und dem Taifun Songda angerichteten Schäden werden den Schweizer Versicherungskonzern Swiss Re voraussichtlich mit rund 300 Mill. Dollar vor Steuern belasten. Diese Belastung auf Basis aktueller Einschätzungen käme zum geschätzten Gesamtschaden von 290 Mill. Dollar vor Steuern für die Wirbelstürme Charley und Frances hinzu, teilte der Rückversicherer am Freitag in Zürich mit.

Swiss Re erwäge, einen Teil ihrer Schadenschwankungsrückstellungen zu verwenden, um die finanziellen Auswirkungen dieser Ereignisse teilweise abzufedern, hieß es. Swiss Re rechnet damit, dass die Häufung und die Schwere der diesjährigen Sturmsaison einen positiven Einfluss auf die Erneuerung der Rückversicherungssätze haben wird. Die Aktien von Swiss Re gaben am Freitag kurz nach Handelsstart um 1,91 Prozent auf 71,85 Franken nach.

Versicherter Gesamtschaden IN USA und Karibik drei BIS acht Milliarden Dollar

Wie das Unternehmen mitteilte, beläuft sich der versicherte Gesamtschaden für die USA und die Karibik durch den Hurrican Ivan auf drei bis acht Mrd. Dollar. Swiss Re selbst erwartet Belastungen von 110 Mill. beziehungsweise 80 Mill. Dollar für die Schäden in den USA und der Karibik. Der Taifun Songda, der am 5. September Japan heimsuchte, dürfte einen Gesamtschaden von zwei bis vier Mrd. Dollar angerichtet haben. Swiss Re erwartet für sich eine Schadenbelastung von annähernd 110 Mill. Dollar.

Die Versicherung kann derzeit noch keine verlässlichen Angaben dazu machen, ob die angestrebte Schaden-Kosten-Quote (Combinded Ratio) von 96 Prozent 2004 erreicht werden kann. Vor den definitiven Schadensmeldungen aus dem Hurrican Ivan und dem Taifun Songda könne man noch nicht einschätzen, ob die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen über dem erwarteten Ausmaß liegt, sagte ein Swiss-Re-Sprecher. Bei der Mitteilung über die Belastungen durch die Hurricans Charley und Frances war dieses Ziel Anfang September noch ausdrücklich bestätigt worden.

Helaba Erwartet Kurzfristig 'Negative Kursimplikationen'

Die jetzt bekannt gegebenen Schätzungen von 300 Mill. Dollar Schäden durch Ivan und Songda sollten laut Vontobel-Analysten den Titel nicht allzu stark belasten. Die Summe liege im überschaubaren Bereich, hieß es. In den Schätzungen sieht Vontobel das zweite Halbjahr aber klar schwächer als die ersten sechs Monate. Die Aktien zusätzlich belasten dürfte die Unsicherheit darüber, ob der Rückversicherer die für 2004 angestrebte Combined Ratio von 96 Prozent erreichen werde oder nicht. Helaba Trust rechnet aufgrund der jüngsten Meldungen von Swiss Re kurzfristig mit "negativen Kursimplikationen".

Die Meldungen zu Swiss Re haben am Freitag auch die Aktien der Münchener Rück belastet. Als schwächster Wert im frühen Dax-Handel verlor die Aktie der Münchener Rück 0,91 Prozent auf 78,77 Euro. Händler nannten die erwartete Schadensbelastung nach den zahlreichen Tropenstürmen der vergangenen Tage beim direkten Konkurrenten Swiss Re als Grund für die Kursschwäche. Ähnliches werde nun auch bei den Münchnern befürchtet.

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